Kirche

Fleißige Helfer schrubben das Gemeindehaus „Glocke“

Gummihandschuhe an und losschrubben: Die Gemeindemitglieder nahmen sich am Wochenende das Gemeindezentrum vor. Beim Frühjahrsputz wurde jeder Winkel gewienert.

Foto: Carsten Klein

Gummihandschuhe an und losschrubben: Die Gemeindemitglieder nahmen sich am Wochenende das Gemeindezentrum vor. Beim Frühjahrsputz wurde jeder Winkel gewienert.

Neviges.   Beim Glockenputztag schnappten sich rund 30 Helfer Eimer und Schrubber und brachten Glanz ins Gemeindehaus der katholischen Kirche in Neviges.

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Überall liegen Lappen, Eimer und Putzmittel herum, Staubsauger dröhnen und viele Fenster stehen weit offen, um frische Luft hereinzulassen: Es ist Glockenputztag. Die rund dreißig Helfer haben sich aber nicht versammelt, um echte Glocken zu reinigen, gemeint ist vielmehr das Nevigeser Gemeindehaus der Pfarrei Maria, Königin des Friedens. Auch in diesem Jahr wienern und schrubben die Ehrenamtler ihre Glocke, dass kein Staubkorn eine Chance hat.

Systematisch nach Plan putzen

Ab 10 Uhr morgens wimmelt es nur so von Helfern, die bis in den Mittag hinein schrubben wollen, doch damit alles seine Ordnung hat, liegt im Saal ein mehrseitiger Arbeitsplan des Glockenausschusses aus. Darauf stehen Aufgaben wie „Heizkörper abwaschen, Holztüren abledern und Spinnweben im Keller beseitigen“. Was bereits erfüllt ist, kann guten Gewissens abgehakt werden.

Auch Bruder Frank schrubbt fleißig mit

Organisiert wird der Putz seit bald zehn Jahren von den Vereinen, die oft die Räumlichkeiten nutzen. So schrubbt und wischt nicht nur der Glockenausschuss, sondern auch junge und alte Messdiener und sogar der Pfarrer der Gemeinde, Bruder Frank. „Der Glockenputztag wurde ins Leben gerufen, um die Kosten für Reinigungsfirmen zu sparen“, erklärt er.

Auch drei Messdiener wienern fleißig mit. Sie reinigen Säulen, wischen die Tische, saugen über die Bänke, wobei sich auch ab und zu mal gegenseitig mit den Lappen geputzt wird – ein bisschen Spaß muss sein. „Ich mag es bei anderen zu putzen, aber nicht bei mir selbst“, meint die elfjährige Maya lachend.

In der Küche wird das Besteck gewienert

Und alle helfen mit: Da werden Stühle gestapelt, Tische verrückt, Teppiche aufgerollt.Während in den Nachbarräumen zu lauter Musik die Fenster geputzt werden, widmen sich zwei Damen, die schon öfter mit dabei waren, der Arbeit in der Küche. Mit Feuereifer wienern sie das Besteck, soll ja alles glänzen.

Nebenbei starten die Helfer eine Entdeckungsreise

Während Volker Höhnisch, ein Mitglied des dreiköpfigen Glockenausschusses, vor der Eingangstür das Gitter aus dem Boden hebt, um Laub und Dreck darunter zu entfernen, spielen ein paar jungen Helferinnen lieber im Keller fangen. „Kennt jemand diese Sammelkarten?“, unterbricht Bruder Frank sie. Somit ist der Glockenputz nicht nur ein Tag zum Reinemachen, sondern auch immer eine kleine Entdeckungsreise, bei der die seltsamsten Schätze auftauchen.

Das Team unterstützt sich gegenseitig bei der Arbeit

Ein tolles Team sind aber nicht nur Maya (11), Josie (9) und Nicole (10), sondern auch die Erwachsenen, die sich gegenseitig bei der Arbeit unterstützen. Da bietet man mal seine Hilfe an oder erfüllt Aufgaben, die laut Plan gar nicht erledigt werden müssen. Während die Arbeit ohne große Probleme vorangeht, stört nur noch eine Sache. „Ich versuche ständig diese Schlieren auf dem Kellerboden wegzuwischen“, seufzt eine der Helferinnen, „aber die sind schon so alt, dass sie nie wieder weggehen.“

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