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Feuerwehr Velbert rettet Rehkitz aus Hardenberger Bach

Im Hausflur der Anwohner wurde das scheue Rehkitz auf Verletzungen untersucht.

Im Hausflur der Anwohner wurde das scheue Rehkitz auf Verletzungen untersucht.

Foto: Feuerwehr Velbert

Neviges.  Die Feuerwehr Velbert hat am Sonntag, 18. Oktober, ein Rehkitz aus dem Hardenberger Bach gerettet. Danach ruhte es sich erstmal im Hausflur aus.

Die Feuerwehr Velbert hat nicht nur ein Herz, sondern auch ein Händchen für Tiere, wie die Einsatzkräfte ein Sonntagvormittag, 18. Oktober, wieder einmal bewiesen. Behutsam und mit Sachverstand retteten sie ein hilfloses Rehkitz aus dem Hardenberger Bach, der zum Glück zurzeit nicht viel Wasser führt. Die Feuerwehr hat schon oft Tieren aus der Not geholfen.

Anwohner hatten Feuerwehr alarmiert

Dieses Mal hatten Anwohner den scheuen Waldbewohner an der Weinbergstraße im Hardenberger Bach entdeckt und um 11.01 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Im Bereich Weinbergstraße verläuft der Bach zwischen den Häusern und wird auf beiden Seiten von hohen Mauern gesäumt – und das wurde für das Kitz zur Falle: Immer wieder sprang das Tier verzweifelt an den Mauern hoch, um aus dem Bachbett heraus zu kommen. Als die Einsatzkräfte anrückten, so berichtet die Feuerwehr, hatten sie keine Mühe, das verängstigte Tier einzufangen. Auf die Bergung aus dem Bachbett per Leiter verzichteten die Helfer allerdings, da dies erheblichen Stress für das Reh bedeutet hätte.

Rehkitz im Hausflur untersucht

Stattdessen trugen sie es, sicher in eine Decke eingeschlagen, ein ganzes Stück bachaufwärts, hier konnten sie dann das Gewässer problemlos über eine Treppe am Ufer verlassen. Anschließend bekamen die Anwohner in dem Viertel ungewöhnlichen Besuch: Damit sich das Rehkitz erstmal ausruhen konnte, brachten es die Feuerwehrmänner in den Hausflur, wo es gründlich untersucht wurde. Doch zum Glück hatte das Reh, das sich in der Obhut der Einsatzkräfte allmählich beruhigte, die Sprungversuche und die Bergung ohne größere Blessuren überstanden.

Feuerwehr dankt für Beherbergung

Nachdem der zwischenzeitlich informierte zuständige Jagdausübungsberechtigte eingetroffen war und das Tier ebenfalls untersucht hatte, brachte er es gemeinsam mit den Helfern in einem Feuerwehrfahrzeug zurück in den nahen Wald, um es in die Freiheit zu entlassen. Gegen 12.30 Uhr war der tierische Einsatz beendet. Ein herzliches Dankeschön richtet die Feuerwehr an die Anwohner, die ihren Hausflur für die zeitweise Beherbergung von Reh und Einsatzkräften zur Verfügung gestellt hatten.

Erfahrung mit Tieren aller Art

Bei ihren tierischen Rettungsaktionen hat die Velberter Feuerwehr schon oft Einfallsreichtum bewiesen, um die Vierbeiner stressfrei wieder in Sicherheit zu bringen. So hatten die Einsatzkräfte im Juli 2019 extra einen Steg gebaut, um ein Pferd aus einem Tümpel zu retten. Völlig entkräfte, hatte es damals tief im Morast gesteckt. Eine Woche zuvor hatte ein Schaf die Feuerwehr auf Trab gehalten. Und mit Rehen kennen sich die Einsatzkräfte sowieso aus: Im Herbst 2019 halfen sie einem Tier, das sich in einem eingezäunten Bereich am Regenrückhaltebecken an der Siebeneicker Straße verirrt hatte und jetzt im Juli 2020 befreiten sie ein junges Reh aus einem Firmengelände an der Neustraße.

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