Weihnachten

Feuerwehr hängt die Weihnachtssterne auf

Alexander Asbach bringt nicht nur die Weihnachtssterne an. Er prüft im Vorfeld auch, ob die Elektrik in Ordnung ist.

Foto: Uwe Möller

Alexander Asbach bringt nicht nur die Weihnachtssterne an. Er prüft im Vorfeld auch, ob die Elektrik in Ordnung ist. Foto: Uwe Möller

Velbert-Mitte.   Auch bei Dauernässe und lediglich vier Grad bringen rund 20 Helfer der Freiwilligen Feuerwehr die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt an.

Kurz nach 17 Uhr vor Hertie. Es regnet, es ist dunkel, das Thermometer zeigt vier Grad. Alexander Asbach und Daniela Stoppa von der freiwilligen Feuerwehr sind startklar. Sie bringen auch in diesem Jahr wieder die beleuchteten Sterne in der Oberstadt an. Seit vielen Jahren sind die Zwei ein eingespieltes Team. Mit dabei ist heute auch Jan Mielke. Der 25-Jährige ist seit einem Jahr bei der Feuerwehr. Die Weihnachtsbeleuchtung anzubringen ist für ihn Premiere.

Kalt ist es – und es regnet

Viel Zeit möchte der Trupp heute nicht verlieren, denn auch wenn die Feuerwehranzüge wasserfest sind: „Spaß ist was anderes“, sagt Asbach. Mielke schnappt sich den ersten großen Stern, Asbach die Leiter. Stoppa sichert, Mielke reicht die Beleuchtung an – „am besten immer mit der Vorrichtung nach vorne, dann geht es schneller“, hilft Experte Asbach.

15 Sterne für die Oberstadt

Der Stecker ist schnell gesteckt und „schon leuchtet es“, freut er sich. 14 weitere Sterne warten darauf, an den Laternen angebracht zu werden. Asbach ist in seiner Freizeit nicht nur Feuerwehrmann, sondern beruflich bei den Stadtwerken. „Wir haben die Steckdosen im Vorfeld alle geprüft. Sie sind mit einem FI-Schalter gesichert. Die sind nicht gerade billig.“

Passanten bleiben kurz stehen, erfreuen sich daran, dass die Oberstadt nun erhellt ist. „Die neuen LED-Lampen spenden nur wenig Licht, das ist sonst schon recht duster“, sagt Asbach und trägt die Leiter zum nächsten Installationspunkt weiter.

Seit acht Jahren schließt Asbach die Sterne an

„Bringt ihr bei mir auch einen Stern an?“, fragt ein Mann hoffnungsvoll und deutet auf eine Laterne gegenüber. Doch Asbach schüttelt den Kopf, seit acht Jahren schließt er die Weihnachtssterne an, kennt sämtliche Begebenheiten hier in- und auswendig: „Keine Vorrichtung, das geht nicht.“

Ein Imbissbudenbetreiber ist da pragmatischer. Er hat vor Jahren einen eigenen Stern besorgt. „Den bringen wir auch mit an“, so Asbach. „Allerdings ist der hier kurz vor dem Tod. Er braucht dringend mal neue Birnen.“

Nach der Arbeit das Vergnügen

Schon seit 18 Jahren ist Daniela Stoppa bei der Feuerwehr „helfe seit Anfang an bei der Weihnachtsbeleuchtung.“ Früher war das viel mehr. „Heute hängen wir die Sterne noch bis zur ,Süßen Ecke’ auf“. Die Hände unter den wasserabweisenden Handschuhen sind derweil nass und kalt. Aber bald ist es geschafft. Zeitgleich installieren weitere Trupps die Sterne von Hertie in der Fußgängerzone abwärts mit einem Hubwagen. „Der Forumsplatz ist ja derzeit anderweitig beleuchtet“, scherzt er. Endlich leuchtet die Oberstadt. Jetzt heißt es raus aus den Feuerwehrklamotten und die Kollegen treffen. „Wir sitzen dann im Anschluss immer in der Florianstube zusammen und trinken was“, freut sich Stoppa. Und noch einen Grund zur Freude hat Asbach: „Wenn die Sicherung nicht rausfliegt, ist jetzt einen Monat lang Ruhe, dann nehmen wir die Sterne wieder ab.“

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