Ferienprogramm

Ferienspaß an der Schule am Thekbusch „unter Wasser“

Gekonnt werfen Annik (li.) und Alessia die Dosen mit Hilfe von Helfer Denis um.

Gekonnt werfen Annik (li.) und Alessia die Dosen mit Hilfe von Helfer Denis um.

Foto: H.W. Rieck

Velbert.   Drei Wochen lang dauerte der Ferienspaß von Pro Mobil an der Schule Am Thekbusch. Abwechslung vom Alltag für die Kinder.

Die Schule Am Thekbusch stand die letzten drei Wochen „unter Wasser“: Unter diesem Motto konnten sich die Schüler in diesem Jahr beim Ferienspaß, den die Schule in Kooperation mit Pro Mobil veranstaltet, frei entfalten.

„Da guck mal“, ruft Andi begeistert und springt auf der großen Hüpfburg in der Turnhalle der Schule auf und nieder. Jeden Morgen frage er schon ganz ungeduldig, wann diese denn endlich aufgebaut werde, berichtet Stefanie Röcher, Freizeitleiterin von Pro Mobil. Andi liebt es, sich im Rahmen des Ferienspaßes so richtig auszutoben. Schon seit zwei Jahren existiert die Kooperation zwischen der Schule für geistig Behinderte und dem Verein.

Als ein Programmpunkt des Ferienspaßes war eine „Unterwasser-Olympiade“ geplant: Wasserspiele mit Schwämmen oder Wasserpistolen sollten die Kinder im Außenbereich bei Laune halten. Doch leider machte das von oben kommende Wasser einen Strich durch die Rechnung.

Alternativ gibt es verschiedene Disziplinen in der Turnhalle. Zu fröhlicher Musik zeigen die Kinder, wie gut sie mit Bällen umgehen können. Rouven zeigte beim Dosenwerfen seine Treffgenauigkeit. Der siebenjährige Annik beeindruckte schon in den vergangenen Tagen mit seinen Fußballkünsten, nun spielt er sich gekonnt mit Helferin Martina Khalaf einen roten Luftballon hin und her. Alle Teilnehmer haben sichtlich Spaß. „Wenn die Kinder Spaß haben, dann haben wir auch Spaß“, erklärt Khalaf von Pro Mobil.

Die Teilnehmer spielen hier nicht nur miteinander, sie kochen auch zusammen oder basteln. Passend zu dem Motto haben sie bereits Fischstäbchen-Burger gemacht und ein großes Aquarium gebastelt. Die geistig behinderten Kinder sollen schöne Ferien verbringen und sich wohlfühlen, das ist Ziel des Programms. „Es ist eine nette Abwechslung zum Alltag“, sagt Stefanie Röcher, „es soll anders sein als Schule, obwohl es das gleiche Gebäude ist.“

Wenn das Wetter gut ist, hält sich die Gruppe von vierzehn Kindern und acht Mitarbeitern hauptsächlich auf dem großen Gelände und dem Spielplatz der Schule auf. Besonders gut gefallen hat den Kindern das Fahren mit Kettcars. „Ich bin auch durch die Pfütze gefahren“, berichtet Andi.

Feste Vorgaben gibt es hier nicht: „Wir sind super flexibel und richten uns nach den Wünschen der Kinder“, erzählt Stefanie Röcher, „wenn die Kinder keine Lust auf Basteln haben, dann denken wir uns schnell etwas anderes aus.“

Beeindruckend ist, wie die Kinder miteinander umgehen. Sie kennen sich zwar alle aus der Schule, aber lernen sich hier von einer anderen Seite kennen. Altersunterschiede spielen keine Rolle.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben