BZA Neviges

Experte soll den Leerstand in Neviges bekämpfen helfen

Tristesse in der malerischen Altstadt: Mit der Bekämpfung des Leerstandes will die Stadt einen Fachmann betrauen.

Tristesse in der malerischen Altstadt: Mit der Bekämpfung des Leerstandes will die Stadt einen Fachmann betrauen.

Foto: Uwe Möller

Neviges.   Die Stadt will einen Fachmann einspannen, der auf Besitzer und Händler zugeht. Zustimmung im BZA für eine zweite Gesamtschule in Neviges.

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Kein Nachmieter für Rossmann, das Kaufhaus Gassmann steht ab dem 31. Januar 2019 leer, das S.O.S-Team bietet seine Kleidung nur noch in der Bernsaustraße an und hinterlässt in bester Lage ein weiteres leeres Schaufenster. Die Lage in der Fußgängerzone ist alarmierend. Um diese Abwärtsspirale aufzuhalten, will die Stadt einen Fachmann einsetzen. „Wir wollen jemanden generieren, der auch baulichen Sachverstand hat“, so sagte der Beigeordnete Jörg Ostermann in der Sitzung des Bezirksausschusses (BZA) Neviges.

20.000 Euro jährlich für den Experten

Dafür wolle man jährlich 20.000 Euro zur Verfügung stellen, so Ostermann weiter. Zu den Aufgaben dieses Fachmannes gehöre es unter anderem, mit Hausbesitzern und Händlern zu reden. Einige Läden seien in einem so miesen Zustand, dass einen der Leerstand nicht wundere. Um Neviges nach vorne zu bringen, sind Maßnahmen nötig, die insgesamt 13,5 Millionen Euro kosten, wie Elisabete Lopes vom Dezernat Stadtentwicklung mitteilte. Ein neues Parkleitsystem, die Instandsetzung des Domparkplatzes und eben ein gut funktionierendes Leerstandsmanagement sind nur einige Bausteine des Integrierten Handlungskonzeptes. Die BZA-Mitglieder beschlossen die weitere Ausarbeitung des Konzeptes und stimmten auch der vorläufigen Kostenschätzung zu.

Zustimmung zur zweiten Gesamtschule

Mehrheitlich Zustimmung gab es – außer aus den Reihen der CDU – für die Errichtung einer zweiten Gesamtschule in Neviges. Die, wie berichtet, nur zustande kommt, wenn mindestens 100 Anmeldungen vorliegen. Geplant ist, die Jahrgänge fünf bis acht auf die Kölver-Schule zu verteilen und die Jahrgänge neun bis zehn und die gymnasiale Oberstufe auf den Standort Waldschlößchen. Elf Millionen Euro kostet die Sanierung der Schulen, der Löwenanteil von 10,5 Millionen Euro ist Am Waldschlößchen erforderlich.

Ende November wird im Rat abgestimmt

Diese Finanzierung sei möglich, so Kämmerer Christoph Peitz. Sie gehe allerdings zulasten anderer Vorhaben, die dann erst einmal zurück gestellt werden müssten. August-Friedrich Tonscheid, Chef der Wählergemeinschaft Velbert anders, enthielt sich der Abstimmung. „Ich kann nicht für eine Schule stimmen, wenn ich gar nicht weiß, ob sie kommt.“ Am 27. November ist die Abstimmung im Rat.

Ein weiteres Thema: Die Kanalbauarbeiten in Tönisheide. „Das läuft besser, als wir dachten. In der Regel reicht eine Ampelphase aus, um durch die Baustelle zu kommen“, sagte Bernhard Wieneck, Geschäftsbereichsleiter Verkehr Entwässerung und Abfall (TBV).

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