Krimilesung

Erste Krimilesung im Tönisheider Café am Kirchplatz

Sabine Giesen, Brigitte Lamberts und Sibyl Quinke (von links) sorgten für Spannung. Wer wissen will, wer der Mörder ist, muss aber die Bücher kaufen.

Sabine Giesen, Brigitte Lamberts und Sibyl Quinke (von links) sorgten für Spannung. Wer wissen will, wer der Mörder ist, muss aber die Bücher kaufen.

Foto: Heinz-Werner Rieck

Neviges.   Drei Autorinnen aus Wuppertal und Düsseldorf machten das Café am Tönisheider Kirchplatz zum Tatort – bei der ersten Krimilesung.

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Wenn Frauen morden, dann kann es ganz schön grausam werden. Insbesondere, wenn diese Frauen Sabine Giesen, Brigitte Lamberts und Sibyl Quinke heißen und Krimi-Autorinnen aus Düsseldorf und Wuppertal sind. Gemeinsam haben sie das Café am Kirchplatz in Tönisheide am Sonntagnachmittag in einen Tatort verwandelt und zu Kaffee und Kuchen eine Krimilesung serviert.

Kaffeemaschine hat Pause

Rappelvoll ist es in dem kleinen Laden, die Kaffeemaschine läuft auf Hochtouren, Inhaberin Kati Nieding huscht mit Tellern und Tassen pausenlos zwischen Tischen und Stühlen umher. „Es ist wirklich toll, dass die Lesung hier so viel Anklang findet“, freut sich Autorin Sibyl Quinke. Nur als sie anfängt, aus ihrem Buch „Tod in der Tuchagentur“ zu lesen, muss die Kaffeemaschine notgedrungen eine Verschnaufpause einlegen – sonst ist es einfach zu laut. Gespannt lauschen die Gäste, wie Paul de Broers beim Notar auf seine Tochter Swantje wartet, um ihr Anteile an seiner Tuchfirma zu überschreiben.

Vergeblich, denn zu diesem Zeitpunkt ist Swantje bereits tot. Luisa, Sibyl Quinkes Lieblingsfigur und Praktikantin bei der Mordkommission, beharrt darauf, dass die Leiche obduziert werden müsse. „So viel sei verraten, sie bekommt das Einverständnis“, deutet die Autorin an. Und mit einem „den Rest müssen Sie selbst lesen“, übergibt sie das Wort an ihre Kollegin Sabine Giesen. Diese verbrachte ihre Kindheit in Velbert und hat die Lesung im Café am Kirchplatz organisiert. „Ich war hier mit einer Freundin frühstücken und es hat mir so gut gefallen“, erzählt sie. Daraufhin habe sie die Inhaberin gefragt, ob sie eine Lesung veranstalten könne.

Gäste sind begeistert

„Obwohl das ja alles Neuland für sie ist, war sie total offen und hat gerne mitgemacht“, berichtet die Autorin, die ihre Kurzgeschichte „Opfer“ mitgebracht hat, in der gleich zwei Männer umkommen und der Rhein ziemlich verseucht wird.

Besucherin Christine Arns, die keine der drei Frauen vorher kannte, gefällt der Nachmittag sehr. „Es ist nicht meine erste Lesung, ich höre mir so etwas gerne an. Und auch heute ist es sehr spannend“, sagt sie.

Dem kann Elke Gerfertz nur zustimmen. Ihr waren zwar zwei der drei Autorinnen bekannt, das Café dafür noch nicht. „Es ist total nett hier. Ein guter Ort für eine Lesung“, findet sie. Und diese Lesung wird von der „erfahrenen Mörderin“ Brigitte Lamberts abgerundet, die aus ihrem zweiten Krimi „Totgetanzt“ vorliest. Darin wird am Rheinufer eine Tote gefunden. In ihrem Nacken trägt sie ein seltsames Tattoo, das den Ermittlern Rätseln aufgibt. Doch natürlich verrät auch die dritte Autorin im Bunde nicht, wie ihre Geschichte ausgeht.

So müssen die Zuhörer zwar von Sacher- und Käsesahnetorte gesättigt, aber grübelnd nach Hause gehen.

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