Theaterfestival

Neanderland-Biennale: Eine Theaterreise führt zu neuen Ufern

Unter dem Motto „Neue Ufer“ nehmen deutsche, polnische und französische Ensembles das Publikum mit auf eine Reise voller neuer Erlebnisse.

Unter dem Motto „Neue Ufer“ nehmen deutsche, polnische und französische Ensembles das Publikum mit auf eine Reise voller neuer Erlebnisse.

Foto: Biennale

Kreis Mettmann.   Neanderland-Biennale beginnt mit drei Uraufführungen an vier Spielstätten. Und wieder gilt ganz oft das sympathische Motto „Betaal, wat de häs“.

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Vorhang auf für die Neanderland-Biennale 2017: Das kreisweite Theaterfestival steht erneut im Zeichen der deutsch-französisch-polnischen Kooperation. Unter dem Motto „Neue Ufer“ nehmen die Ensembles ihr Publikum mit auf eine Reise voller neuer Erlebnisse und Erfahrungen. Bis zum Finale am 23. Juli stehen an fünf Wochenenden 20 Veranstaltungen auf dem Programm. Und das Eröffnungswochenende startet jetzt gleich mit drei Uraufführungen.

Zum Auftakt verwandelt sich der Wülfrather Marktplatz am Freitag, 23. Juni, 18 Uhr, in eine festlich gedeckte Tafel. Essen und Getränke für das „Bürgerdinner“ müssen die Zuschauer mitbringen; Unterhaltung zum Lachen, Staunen und Genießen dagegen gibt es satt: Musik mit Petra Speh-Morgner, Zauberei und Jonglage mit Herrn Jeminé und szenische Einlagen der Jugendgruppe Chilis vom Theater Minestrone (Tickets für eine Tischreservierung im Vorverkauf).

Zuschauer werden in phantastische Welten entführt

Danach entführt um 20 Uhr die Staatliche Theaterakademie Bytom (Polen) die Zuschauer mit „Uferlegenden“ in phantastische Sagen, in denen Wölfe, Drachen und tragische Liebespaare eine Rolle spielen. Los geht’s mit einer Prozession durch die Innenstadt, die von Schülern des Gymnasiums mit Masken und Stabfiguren ausgestattet und von der Trommelgruppe Hakuna Matata begleitet wird. Es gibt keinen festen Eintrittspreis; es gilt „Betaal, wat de häs“.

Nächster Spielort ist am Samstag, 24. Juni, um 16 Uhr der Heiligenhauser Club. In der bildreichen Geschichte „Papas Kriege“, die auf Feldpostbriefen und Tagebüchern von Soldaten aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg basiert, stellen sich drei Schauspieler aus der heutigen Großvatergeneration den Fragen: Wer waren unsere Väter und Großväter? Und wer die so genannten „Feinde“? Was hat sie zu Soldaten gemacht, in welche Gedankenwelten haben sie sich inmitten der Gräuel gesehnt? Aber sie blicken nicht nur auf die Historie, sondern nehmen auch das aktuelle Europa in den Blick (Vorverkauf 10, Tageskasse 13 Euro).

Eine Picknickgesellschaft vum König Alkinoos

Die dritte Uraufführung folgt am selben Abend um 20 Uhr im Poensgenpark bzw. bei Regen im Stadttheater in Ratingen. Dort erzählen die Compagnie Franche Connexion und Cirque du Bout du Monde (Frankreich) zusammen mit deutschen und französischen Amateuren die Geschichte vom „König ohne Land“: Odysseus zieht müde durch die Lande, nachdem er gezwungen war, seine Heimat zu verlassen. Nach all diesen wilden Erlebnissen treibt ihn nur eines um: Hunger. Zufällig trifft er auf die Picknickgesellschaft um König Alkinoos. Auch in Ratingen gilt die Devise „betaal, wat de häs“.

Das erste Festival-Wochenende beschließt am Sonntag, 25. Juni., um 16 Uhr auf dem Außengelände des Neanderthal Museums in Mettmann die Compagnie Les Anthropologues (Frankreich) mit „Cairn“, einem prähistorischen Abenteuer für die ganze Familie: Auf einer Baustelle wird ein Eingang zu einer Höhle entdeckt, deren Eingang 40 000 Jahre verschüttet lag. Ein Team von Archäologen macht sich mit den Zuschauern auf den Weg und stößt auf einen unverhofften Fund . . . („Betaal, wat de häs“).

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