Klima

Diskussion über den Klimawandel

Foto: Ulrich Bangert

Kai Schächtele und Martin Oetting gastierten mit ihrer Multimedia-Dialogshow im AlldieKunst-Haus

„Im Grunde sind wir selber Suchende“, resümierten Kai Schächtele und Martin Oetting, und befanden, dass dieser Satz eigentlich an den Anfang gehört hätte. Mit ihrer Multimedia-Dialogshow „Vollehalle“ kamen die Berliner ins AlldieKunst-Haus. Etwa 50 Interessierte kamen zu der nachdenklich stimmenden Veranstaltung und setzten sich mit dem von Menschen verursachten Klimawandel auseinander.

Kleine Schritte führen zum Ziel

Dabei verwiesen Journalist und Autor Schächtele und der ehemalige Marketingfachmann und jetzige Dokumentarfilm-Produzent Oetting unter anderem darauf, dass Flüchtlingsproblematik und Klimawandel zwei Seiten derselben Medaille seien. Sie warnten vor zu extremen Einschnitten genauso, wie sie aufzeigten, dass auch kleine Schritte zum Ziel führen. In ihrer Talkshow sprachen sie über Themen, die in einer von Schlagzeilen dominierten Welt kaum noch Raum bekommen, wollten anregen und selbst Anregungen mit auf ihre Reise nehmen.

Nachhaltigkeit umsetzen

Insgesamt präsentierten sie recht schwere Kost auf einer Bühne, auf der sonst Leichtigkeit, Witz und Ablenkung herrschen. Dennoch war die Show ein Highlight in einer Veranstaltungsreihe des AlldieKunst-Hauses, die mit der Vernissage zur Ausstellung „Wolkenbilder“ mit Arbeiten von Tanja Bremer eine Woche zuvor begonnen hatte. Daran angeschlossen hatte der PhiloTalk mit „Klimawandel! Was nun? Was tun?“, in dem über Handlungsoptionen diskutiert wurde. Auch der PhiloTalk sollte dazu anregen, dass die „Menschen sich aus ihrer bürgerlichen Sicht Gedanken machen, wie wir die notwendige Nachhaltigkeit so umsetzen, dass es eine Wirkung entfalten kann“, erläuterte KaWi Wilkesmann vom AlldieKunst.

Nachdenkliches Publikum

Teilnehmer Julius Trippe stellte für sich fest: „Es ist nicht komplettes Neuland, ich habe mich bisher nur nicht intensiv damit beschäftigt.“ Er wisse um die Wichtigkeit: „Ich werde vielleicht nicht direkt etwas ändern, aber schon darüber nachdenken“. Cornelius Treis dachte gleich nach der Veranstaltung darüber nach, was man noch verbessern könnte, um noch mehr Menschen mit diesen Themen zu erreichen: „Ich hätte mir noch mehr sichtbare Auswirkungen gewünscht“. Doch genau das wollen die Macher von „Vollehalle“ eben nicht, denn bislang haben selbst die schlimmsten Szenarien keinen Wandel bewirkt.

Die heilige Dreifaltigkeit der Moderne

Schächtele und Oetting wollten über Lösungen diskutieren, klärten sachlich auf, die zu selten in den Medien Gehör finden. Mit Zahlen und Beispielen erläuterten sie die heilige Kuh, die „heilige Dreifaltigkeit der Moderne“: das Auto, das Flugzeug und das Fleisch. Es gibt noch so viel mehr Themen, die alle gleich wichtig sind. „So ein Abend ist zu kurz!“

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