Kommunalwahl 2020

Dirk Lukrafka und die Grüne Esther Kanschat in der Stichwahl

Strahlender Sieger: Bürgermeister Dirk Lukrafka holte über 40 Prozent. Allerdings muss er in die Stichwahl.

Strahlender Sieger: Bürgermeister Dirk Lukrafka holte über 40 Prozent. Allerdings muss er in die Stichwahl.

Foto: Ulrich Bangert / FUNKE Foto Services

Velbert.  Bürgermeister holt die meisten Stimmen, muss aber in den zweiten Wahlgang. CDU liegt bei Ratswahl vorn, Grüne verzeichnen große Stimmengewinne.

Bürgermeister Dirk Lukrafka (CDU) hat die Wahl des Bürgermeisters mit großem Abstand gewonnen. Die absolute Mehrheit der Stimmen konnte er aber nicht auf sich vereinen, so dass er in zwei Wochen, am Sonntag, 27. September, in die Stichwahl muss. Seine Mitbewerberin wird dann die Grüne Esther Kanschat sein. Dritter wurde Rainer Hübinger, der bisherige Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat. Die übrigen Bürgermeisterkandidaten der Parteien und Wählergemeinschaften lagen bei 1,7 bis 6,1 Prozent.

CDU im Stadtrat stärkste Kraft

In den Velberter Stadtrat wird die CDU als mit Abstand stärkste Fraktion einziehen. Zweitstärkste werden die Grünen, die fast zehn Prozentpunkte hinzugewinnen konnten, auf dem dritten Platz landete die SPD, die deutliche Einbußen hinnehmen musste. Die übrigen Parteien – Velbert anders, Linke, UVB, FDP, Piraten und AFD – erzielten jeweils deutlich unter zehn Prozent. Die AFD kam allerdings aus dem Stand auf mehr als acht Prozent.

CDU zeigt sich hochzufrieden

Burghard Fülling, Vorsitzender der Velberter CDU, zeigt sich „hochzufrieden“ mit dem Wahlergebnis. „Dass Dirk Lukrafka bei sieben Gegenkandidaten ein Ergebnis von mehr als 40 Prozent eingefahren hat, ist sehr erfreulich“, so Fülling. Die nächsten 14 Tage werde die CDU weiter Wahlkampf machen, „damit Dirk Lukrafka Bürgermeister bleibt“.

Bei der Grünen Esther Kanschat war die Freude am Wahlabend groß. „Ich freue mich über mein Ergebnis und natürlich auch über das tolle Abschneiden meiner Partei“, sagte die Bürgermeisterkandidatin in einer ersten Stellungnahme am Wahlabend. Die Grünen würden nun mit den anderen Parteien über eine Unterstützung bei der Stichwahl sprechen. Und dann gehe der Wahlkampf weiter.

Bei Rainer Hübinger von der SPD war die Enttäuschung groß. „Ich wäre schon gerne Zweiter geworden,“ sagt er in einem kurzen Telefon-Interview mit der WAZ am Wahlabend. Bereits am Montag wolle seine Partei darüber beraten, wen sie bei der Stichwahl in zwei Wochen unterstützen wolle.

Wahltag verlief ruhig in Velbert

Nach Angaben des Projektteams gab es keine besonderen Vorkommnisse bei der Stimmabgabe in der Schlossstadt. Es wurden aus den Wahllokalen keine Probleme mit Wählerinnen oder Wählern gemeldet, die ihre Maske nicht aufsetzen wollten. In allen Wahllokalen gab es Masken für diejenigen, die vergessen hatten, ihre eigene mitzubringen. Es standen auch Handdesinfektionsmittel bereit.

Wahlbenachrichtigung aufheben

Übrigens: Die Wahlbenachrichtigung sollte man noch gut aufheben, wenn man am übernächsten Sonntag, 27. September, auch bei der Stichwahl zum Bürgermeister in Velbert mitentscheiden will. Notfalls genügt es aber auch, im Wahllokal seinen Personalausweis oder Reisepass vorzulegen.

Wahlausschuss tagt am Dienstag

Der Wahlausschuss kommt am Dienstag, 15. September, um 17 Uhr im Saal Velbert des Rathauses (Thomasstraße 1) zu einer öffentlichen Sitzung zusammen. Tagesordnungspunkte sind die Feststellung der Wahlergebnisse der Wahl der Bürgermeisterin / des Bürgermeisters sowie der Vertretung der Stadt Velbert und die Feststellung des Wahlergebnisses der Wahl des Integrationsrates der Stadt Velbert. Die Bürgerschaft ist zur Teilnahme an der öffentlichen Sitzung eingeladen.

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