Bildung

Die zweite Velberter Gesamtschule kommt zum neuen Schuljahr

In den Räumen der Heinrich-Kölver-Realschule soll die neue Gesamtschule im Sommer starten.

In den Räumen der Heinrich-Kölver-Realschule soll die neue Gesamtschule im Sommer starten.

Foto: Alexandra Roth

Velbert.   Deutlich mehr als die geforderten hundert Eltern hatten ihre Kinder für die Schule in Neviges angemeldet. Schlechte Aussichten für Hauptschule.

Die zweite städtische Gesamtschule in Velbert-Neviges kommt und kann zum kommenden Schuljahr 2019/20 nach den Sommerferien an den Start gehen – wenn die noch ausstehende Genehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf vorliegt. Das gab die Stadt Velbert an diesem Mittwoch bekannt.

Das in der letzten Woche durchgeführte vorgezogene Anmeldeverfahren für die städtischen Gesamtschulen führte im Ergebnis dazu, dass die neue vierzügige Gesamtschule 116 Kinder aufnehmen wird. Damit ist die geforderte Zahl von mindestens 100 Anmeldungen mehr als erreicht. Die sechszügige Gesamtschule Velbert-Mitte wird im kommenden Sommer 162 Kinder aufnehmen.

Leitungsstelle wird neu ausgeschrieben

Im nächsten Schritt wird die Bezirksregierung kurzfristig die Leitungsstelle der neuen Gesamtschule Velbert-Neviges ausschreiben und ein Vorbereitungsteam zusammenstellen. Dieses Team wird auf die Eltern der an dieser Schule aufgenommenen Schüler zugehen, um mit ihnen die weiteren Schritte abzusprechen.

Zwei Standorte

Die neue Gesamtschule wird in den Räumen der auslaufenden Heinrich-Kölver-Realschule starten. Da die Schule aber nicht groß genug für eine Gesamtschule ist, soll die ehemalige Hardenbergschule (Ex-Hauptschule) als zweiter Standort für die Klassen 9 bis 13 fungieren. Allerdings müssen die Schulgebäude neben dem Nevigeser Schwimmbad für mehrere Millionen Euro aufwändig saniert werden. Die Gesamtschule soll den Schwerpunkt Sport haben.

Das Aus für die Martin-Luther-King-Schule

Die Nachricht über die zweite städtische Gesamtschule ist zugleich eine traurige Botschaft für die Martin-Luther-King-Schule in Velbert Mitte. Denn die Hauptschule mit zurzeit noch mehr als 500 Schülern soll dann sukzessive auslaufen. Und noch etwas: Bei der Hauptschule handelt es sich vor Ort um das erste, auf 25 Jahre angelegte PPP-Projekt – also eine öffentlich-private Partnerschaft – zwischen der Stadt und einem Bauunternehmen. „Das PPP-Projekt läuft weiter“, erklärte der Leiter des Fachbereichs Bildung/Kultur/Sport Reinhard Mickenheim auf Nachfrage, „das ist unabhängig von der Nutzung.“

Anmeldungen an anderen Schulen Anfang März

Die Anmeldungen an den anderen weiterführenden Schulen in Velbert finden am Mittwoch, 6., und Donnerstag, 7. März, jeweils in der Zeit von 14 bis 18 Uhr, sowie am Freitag, 8. März, in der Zeit von 14 bis 16 Uhr statt. Die Schulverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Anmeldung an der Martin-Luther-King-Schule nicht möglich ist, da diese Hauptschule sukzessive aufgelöst wird.

>> DER LANGE WEG ZUR ZWEITEN GESAMTSCHULE

  • Dem Startschuss für die Gesamtschule war jahrelanger politischer Streit vorausgegangen. Im Herbst 2017 beschloss der Stadtrat dann mit den Stimmen von SPD, Grünen, Linke, UVB, FDP und Piraten eine rechtserhebliche Elternbefragung zur Errichtung einer zweiten städtischen Gesamtschule durchzuführen. Die war nötig, um den Bedarf für eine zweite Gesamtschule nachzuweisen. In den letzten Jahren waren nämlich an der bestehenden Gesamtschule Poststraße deutlich weniger als die geforderten hundert Jungen und Mädchen abgewiesen worden.

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