Tag der Nachbarn

Die Nachbarschaft in Velbert zusammenbringen

Andrea Kupatz, Ute Küppersbusch, Hartmut Scheidt , Ditmar Schultz und Elisabeth Selter-Chow freuen sich auf ihr Projekt. Sie wollen die Nachbarschaft zusammenbringen.

Andrea Kupatz, Ute Küppersbusch, Hartmut Scheidt , Ditmar Schultz und Elisabeth Selter-Chow freuen sich auf ihr Projekt. Sie wollen die Nachbarschaft zusammenbringen.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Velbert-Mitte.  Am Freitag findet ein Nachbarschaftstreffen an der Apostelkirche in Velbert statt. Das Fest gilt auch als Startschuss für ein größeres Projekt.

„Es gibt Straßen, da kennen die Leute ihren eigenen Nachbarn nicht“, sagt Elisabeth Selter-Chow von der Bergischen Diakonie. Doch das soll sich jetzt ändern: Mit der Aktion „Offene Werkstatt“ möchte die evangelische Kirchengemeinde Dalbecksbaum die Nachbarschaft rund um die Apostelkirche zusammenbringen.

Startschuss für das Projekt ist ein großes Fest am Freitag, 24. Mai. „Da wollen wir einfach gemütlich zusammensitzen und uns austauschen“, freut sich Pfarrerin Andrea Kupatz. Warum es gerade dieses Datum geworden ist? „Der 24. Mai ist offizieller Tag der Nachbarn“, erklärt Elisabeth Selter-Chow. Bundesweit werden an diesem Tag kleine und große Nachbarschaftsfeste gefeiert. „Für mehr Gemeinschaft und weniger Anonymität“, heißt es auf der Website des Veranstalters.

Gemeinsame Zeit beim Handwerken

„Die Kirche gehört als Zentrum zur Nachbarschaft einfach dazu“, meint Andrea Kupatz. Mit dem Fest und der damit verbundenen Aktion wolle die Gemeinde verdeutlichen: „Wir sind ein Teil der Nachbarschaft und laden euch ein.“ Im Rahmen der Aktion finden vier verschiedene Workshops statt: „Die Leute kommen in Kontakt, indem sie zusammen etwas unternehmen“, erklärt Elisabeth Selter-Chow.

So wird ab dem 7. Juni zum Beispiel jeden Freitag eine Werkstatt mit Hartmut Scheidt stattfinden. Bauen, basteln, reparieren: „ Wenn jemand etwas zuhause hat, was er reparieren möchte, kann er das gerne mitbringen“, sagt Hartmut Scheidt. Dieses Angebot richtet sich eher an Erwachsene.

Von Elektrotechnik bis Bildhauerei

Anders sieht es mit dem Workshop von Ditmar Schultz aus: Hier können Kinder eine erste Vorstellung von der Elektrotechnik bekommen und erste Versuche selbst durchführen. „Die Kinder lernen zum Beispiel die Klingelschaltung kennen“, erklärt der gelernte Elektriker. Natürlich arbeiten die Kinder in dem Workshop nicht mit normalen Leitungen, sondern im Niederstrom-Bereich. Aber: „Vielleicht können sie auch ihre eigene kleine Alarmanlage bauen“, freut Ditmar Schultz sich.

Auch Ute Küppersbusch möchte mit ihren Workshops Kindern die Möglichkeit geben, erste Erfahrungen mit dem Handwerk – genauer gesagt mit der Bildhauerei – zu machen. „Es ist mir wichtig, dass auch die Mädchen mal eine große Säge in die Hand nehmen“, sagt die Künstlerin. Die Kunst, aus Steinen Skulpturen zu machen, ist für Kinder natürlich sehr kompliziert. Aber in dem Workshop könnten sie zum Beispiel aus Gestein kleine Tierchen machen: „Ich find’s schön, wenn Kinder Werkzeuge in die Hand nehmen, statt nur ihren Daumen zu bewegen“, meint Ute Küppersbusch.

Infos zu den Workshops beim Fest

In einem vierten Workshop können Interessierte bei Anja Hobbs alles rund um Stoffe und Kleidung lernen. Auch hier ist das Motto wieder: „Wer etwas zuhause hat, was er auf pimpen möchte, einfach mitbringen“, sagt Andrea Kupatz. Alle Workshops werden auf dem Nachbarschaftsfest vorgestellt, so dass Interessierte sich anmelden und weitere Infos erhalten können.

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