Innenstadt

Die Innenstadt von Velbert mit Licht gekonnt in Szene setzen

Wo fühlt man sich bei Dunkelheit unsicher? Welche Stellen sollten besonders beleuchtet werden? Innenstadtmanagerin Silke de Roode wollte die Meinungen und auch die Ideen von Bürgern erfragen.

Wo fühlt man sich bei Dunkelheit unsicher? Welche Stellen sollten besonders beleuchtet werden? Innenstadtmanagerin Silke de Roode wollte die Meinungen und auch die Ideen von Bürgern erfragen.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Velbert-Mitte.  Licht soll als Instrument dienen, um Velberts Innenstadt besser in Szene zu setzen. Ein Fachbüro ist beauftragt, einen Masterplan zu machen.

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Licht macht nicht nur ganz schlicht und schnöde Schluss mit Dunkelheit, Licht löst vielmehr auch Gefühle aus, es weckt Stimmungen und es setzt zuvor kaum beachtete Dinge in Szene, die erst mit seiner Hilfe so richtig zur Geltung kommen. Ums Licht drehte sich jetzt auch der jüngste Themennachmittag, den Planungsamt und Innenstadtmanagement organisiert hatten.

Maßnahmen gegen leere, dunkle Ladenlokale

„Licht lockt Leute“, meinte Hans Küppers und fügte hinzu „und buntes noch viel mehr“. Der Vorsitzende des BZA-Mitte und CDU-Ratsherr gehörte zu den wenigen Bürgern, die am Mittwochnachmittag das Angebot genutzt haben, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich über die Beleuchtung in Velbert-Mitte auszutauschen. Man müsste eigentlich in alle leeren dunklen Ladenlokale Licht reinbringen, so Küppers Forderung.

Lichterketten und funkelnde Sternchen

Genau das hatten Cathrin Minor und Silke de Roode im Vorfeld getan. Die Stadtplanerin und die Innenstadtmanagerin hatten nämlich den Ort des Geschehens, das eingeschossige Ladenlokal des Heka-Centers (vormals Thalia) in der Fußgängerzone, mit Lichterketten und funkelnden Sternchen bestückt und zudem mittels Scheinwerfern ein paar farbige Akzente gesetzt. Eine Stellwand verkleinerte optisch die große leere, ansonsten ziemlich düstere und kalte Höhle.

Wer soll das bezahlen?

Edgar Küppersbusch (UVB-Ratsherr) gehört zu der Händlerschaft an der oberen Friedrichstraße, die sich jetzt eigens zur Adventszeit in Sachen Illuminierung selbst ins Zeug gelegt hat. Er plädiert dafür, die Oberstadt durchgängig mit „Doppelkopf“-Laternen auszustatten und die Fußgängerzone wieder in ihrer gesamten Breite mit leuchtendem Weihnachtsschmuck zu überspannen. Daraus folgte umgehend eine Debatte über die Probleme der Finanzierung. Wenigstens die Stadtwerke Velbert, so eine weitere Kritik an dem Nachmittag, könnten doch wohl einen beleuchteten Schriftzug über ihrem Kundencenter haben. Am Strom dürfe das wohl kaum mangeln.

Akzent in den Abendstunden

Ein weiterer Vorschlag war bereits weit im Vorfeld aufgekommen, wie Silke de Roode berichtet. Ein Anlieger im Bereich der Kreuzung Bahnhof-/Friedrichstraße habe sich erkundigt, ob er auf Geld aus dem Verfügungsfonds hoffen könne, um sein Haus ins rechte Licht zu setzen. Daraus habe sich dann im Gespräch die Idee entwickelt, alle Häuser in dem gesamten Bereich einzubeziehen, „um dort einen schönen Akzent in den Abendstunden zu setzen“.

Angesichts des Besuchermangels im Ladenlokal machten sich Minor und de Roode schließlich kurzerhand auf die Socken, gingen vor die Tür und sprachen dort Passanten an. Schließlich sollen ja die Ergebnisse der Gespräche in den Masterplan Licht einfließen, den die Stadt beauftragt hat. Ein Wuppertaler Büro soll nach einer Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes Vorschläge machen, wie der öffentliche Raum und besondere Bauwerke inszeniert werden können. Der Masterplan nimmt die Zentren aller drei Stadtbezirke in den Fokus und soll im nächsten Sommer fertig werden.

Workshop-Angebot für Einzelhändler

Zum Abschluss der diesjährigen Themennachmittage sind am 11. Dezember die Wirtschaftssenioren NRW mit ihrer Initiative „Alt hilft jung“ gefragt. Unter dem Motto „Handel im Wandel“ gibt’s dann von 16 bis 18 Uhr im Haus am Offers einen Workshop speziell für Einzelhändler.

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