Musikschule

Die Heiligenhauser Musikschule wird nicht verlagert

Die Musikschule richtet traditionell das Weihnachtskonzert

Die Musikschule richtet traditionell das Weihnachtskonzert

Heiligenhaus.   Bei der Sitzung des Ausschusses für Bildung und Sport stand auch die Investitions-Wunschliste der städtischen Schulen auf der Tagesordnung.

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Die Zukunft der Musikschule und die Investitions-Wunschlisten der Schulen – das waren am Donnerstagabend die Hauptthemen der Sitzung des Bildungs- und Sportausschusses der Stadt. Die wichtigsten Ergebnisse: Bei den Schulen muss noch abgewartet werden, wie viele Mittel genau für Modernisierungen zur Verfügung stehen. Mehr Klarheit herrscht dagegen bei der Musikschule: Eine mögliche Verlagerung in andere Gebäude oder Kooperationen mit umliegenden Musikschulen sind vom Tisch.

Schulen hatten vorab eine Prioritätenliste erstellt

Im Vorfeld der Sitzung hatten die Schulen der Verwaltung eine Prioritätenliste zukommen lassen mit den dringlichsten Sanierungs- oder Modernisierungswünschen, die zum Teil auch schon länger bestehen. Neben dem Ausbau oder der Instandsetzung von Räumen, Sanitäranlagen oder Gebäuden stehen etwa die digitale Ausstattung von Schulen mit flächendeckendem Wlan oder eine Erweiterung der Offenen Ganztagsbetreuung auf dem Programm.

Doch bevor all dies erfüllt werden kann, muss – natürlich – zunächst die Finanzierung geklärt sein. Für die Modernisierungen fließen Mittel aus dem städtischen Haushalt sowie aus dem Förderprogramm ‘Gute Schule 2020’ (rund zwei Millionen Euro, die Hälfte des Geldes geht aber für den Umzug der Suitbertus-Schule drauf). Zudem sollen circa 700 000 Euro aus dem Kommununalinvestitions-Förderungsgesetz und Mittel aus dem Digistalisierungsprogramm des Bundes verwendet werden.

Unklarheit über die Höhe von Mitteln aus Förderprogramm

Doch gerade bei letzterem gibt es ein Fragezeichen, wie Bürgermeister Michael Beck (CDU) betonte: „Der Betrag ist noch offen, die Rede ist von einer Gesamtsumme von 2,1 bis fünf Milliarden Euro.“ Wie viel dann aus dem Digitalisierungsprogramm für Heiligenhaus abfalle und wann dies passiere, sei daher noch unklar. Einhellige Meinung des Ausschusses war da, dass die Schulen ihre Wunschlisten nochmal priorisieren sollten. Doch die anwesenden Schulleiterinnen gaben ebenso unisono zu Protokoll, dass alle Wünsche Priorität hätten.

WAHL-Fraktion spricht sich für Schulkonzept aus

Im Zuge der Diskussion sagte Stefan Okon (WAHL), seine Fraktion sei gerne bereit, das Geld für alle Wünsche bereitstellen zu lassen, „wenn der Kämmerer sein Okay gibt“. Doch man werde sehen, wie dies umzusetzen sei. Erkennbar sei allerdings, so Okon am Freitag zur WAZ, dass „den Schulen beide Schuhe drücken“. Und: „Die Verwaltung muss allen Schülern die bestmöglichen Lernbedingungen zur Verfügung stellen.“ Um dies zu gewährleisten, bedürfe es eines allgemeinen Schulkonzeptes, der alle Bedarfe ermittele.

Okon merkte an, dass ein solches Konzept auch eine bessere Planung ermögliche. „Der Umzug der Regenbogenschule hat zum Beispiel keinen qualitativen Vorteil gebracht. So hat die Schule nun drei neue Räume auf die Wunschliste gesetzt.“

Eine „Ungleichbehandlung“ solle vermieden werden

Auch sei es zu überlegen, inwieweit Schulen „zusammengefasst werden könnten“. Für ihn sei etwa der angedachte Teilneubau der Clarenbach-Grundschule mit ihrer künftigen Einzügigkeit „erstmal nicht nachvollziehbar“, so Okon. Er warnte vor einer möglichen „Ungleichbehandlung“ der Schulen.

Nun sollen die Schulen, so das allgemeine Verständnis bei der Sitzung, ihre endgültigen Wunschlisten der Verwaltung zukommen lassen, damit sie diese in die Haushaltsplanung einarbeiten kann.


Finanzielle Situation der Musikschule bessert sich

Zudem stellte die Verwaltung die Ergebnisse der Prüfung vor, wie die Musikschule künftig ausgerichtet sein solle. Darin hieß es, dass die Einrichtung am Südring nicht nur wegen der Nähe zu den Proberäumen im Gymnasium sehr gut aufgestellt sei. Von einer Verlagerung etwa in Klassenräume von Schulen sei abzuraten, da dies Qualitätsverluste nach sich ziehen könne. Viele Schüler spielten neben ihrem Instrumentalunterricht auch in Ensembles. Daher sei ein zentraler Ort vonnöten. Zudem sei eine Kooperation mit anderen Musikschulen nur sinnvoll, wenn es sich um Unterricht mit weniger nachgefragten Instrumenten handele.

Auch die finanzielle Situation verbessere sich, sagte Musikschulleiter Christopher Thomas. So seien die Gebühren im letzten Jahr erhöht worden. Und Bürgermeister Beck führte aus, dass ausscheidende hauptamtliche Kräfte nun auch durch Honorarkräfte, besonders für nachgefragte Instrumente, ersetzt würden – was zu Einsparungen führe.

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