Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit sinkt, der Personalbedarf steigt

Die Arbeitgeber haben der Agentur für Arbeit Mettmann im Oktober kreisweit 781 neue freie Stellen gemeldet.

Die Arbeitgeber haben der Agentur für Arbeit Mettmann im Oktober kreisweit 781 neue freie Stellen gemeldet.

Foto: RGB

Kreis Mettmann.  Der Herbstaufschwung auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Mettmann hält weiter an. Agentur meldet für den Oktober eine recht gute Entwicklung.

Die Arbeitslosigkeit – und damit auch die Quote – sinkt, die Arbeitskräftenachfrage steigt wieder auf Vorjahresniveau. Das sind die beiden maßgeblichen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt im Neanderland vom Oktober.

„Der Herbstaufschwung hat sich fortgesetzt“, verkündet Karl Tymister. Die Arbeitslosigkeit liege allerdings aufgrund der Corona-Pandemie noch um rund 20 Prozent höher als vor einem Jahr, so der Chef der Agentur für Arbeit Mettmann. „Aufgrund des gestiegenen Personalbedarfs konnten mehr Menschen eine neue Arbeit beginnen als vor einem Jahr. Damit hat sich der Arbeitsmarkt im Oktober weiter stabilisiert – die gestiegenen Infektionszahlen hatten noch keine negativen Auswirkungen.“

Fast 800 neue Stellen

Laut Bericht sind aktuell 17.799 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet; das sind einerseits 501 oder 2,7 Prozent weniger als im September, andererseits aber 3015 bzw. 20,4 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote gab von 7 auf nunmehr 6,8 Prozent nach; Im Oktober 2019 waren es 5,7 Prozent. Die Arbeitgeber im Kreis haben zuletzt 781 neue Stellen gemeldet – in etwa so viele wie schon im September und auch vor einem Jahr. Der Bestand umfasst derzeit 2855 zu besetzende Arbeitsplätze.

Mehr Kurzarbeit angezeigt als realisiert

Für den letzten Juni liegt nun auch die Statistik der hochgerechneten Zahlen zur realisierten Kurzarbeit vor. Demnach haben 31.739 Beschäftigte in 2679 Betrieben Kurzarbeitergeld bezogen. Bis Ende Juni hatten 5442 Betriebe für 81.193 Mitarbeiter vorsichtshalber Kurzarbeit angezeigt. Gegenüber Mai sank die Inanspruchnahme der Kurzarbeit bei den Beschäftigten um 16,7 Prozent. „Die Unternehmen nutzen die Kurzarbeit, um ihre Fachkräfte über die Krise hinweg zu halten“, sagt Tymister. „Bei anziehender Geschäftslage können sie diese sofort wieder einsetzen. Das ist der große Vorteil des Kurzarbeitergeldes. Dadurch hat der Arbeitsmarkt die Folgen der Pandemie bisher relativ gut verkraftet.“

Lokale Quote beträgt 7,5 Prozent

Im Raum Niederberg mit den Städten Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath gibt es aktuell 5056 Arbeitslose. Die Quote liegt bei 7,2 (Vorjahr 5,9) Prozent. Vor Ort sind 3346 Menschen arbeitslos – 82 weniger als im Vormonat, aber 593 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die Stadt Velbert ist von 7,7 im September auf nun 7,5 Prozent gesunken.

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