Tiere

Der Wetterumschwung ist für Tiere meist kein Problem

Bei Pferden kann der Wetterwechsel zu leichten Infektionskrankheiten führen.

Bei Pferden kann der Wetterwechsel zu leichten Infektionskrankheiten führen.

Foto: Horstgünter Siemon

Velbert.   Mitte Oktober noch war es sehr warm, dann gab es ersten Frost. Nun klettern die Temperaturen wieder. Die Tierwelt kommt damit meist gut zurecht.

Da haben wir schon alle die dicken Winterjacken aus dem Schrank geholt und plötzlich zeigt sich wieder die Sonne plus Temperaturen um 13 Grad – der plötzliche Wetterumschwung macht manch einem zu schaffen. Aber was ist eigentlich mit den Tieren – wie stecken sie das Hin und Her des Wetters weg?

Im Wald ist das Wetter kein Problem

Den tierischen Forstbewohnern macht das plötzliche Warmwetter nicht großartig zu schaffen, weiß Forstwirt Peter Tunecke: „Tagsüber sind die Temperaturen zwar wieder höher, aber abends ist es ja trotzdem kühl, deshalb sehe ich da kein großes Problem.“

Der Wechsel zum Winterfell – zum Beispiel bei den Rehen – habe ganz normal stattgefunden und auch die Zugvögel haben sich Ende Oktober regulär auf den Weg gen Süden gemacht.

Nagetiere finden genug Nahrung für den Winter

Eichhörnchen, Hamster oder Mäuse sammeln im Herbst Vorräte, um den Winter zu überstehen. „Auch das findet normal statt und alle sind kräftig dabei zu sammeln“, sagt der Velberter Forstwirt. Einzig beim Schwarzwild gebe es derzeit kleinere Probleme, denn die Jungtiere sind für den jetzigen Zeitpunkt knapp zehn Kilogramm zu leicht.

„Das hat aber mit dem derzeitigen Wetter nichts zu tun, sondern mit der großen Kälte im März“, erläutert Tunecke, „und noch gibt es genügend Futter und ausreichend Zeit für die Frischlinge, sich Winterspeck anzufressen.“

Pferde können leichte Krankheiten bekommen

Pferde haben ein wenig mehr mit dem Wetterumschwung zu kämpfen, wie Pferdetierärztin Patricia Zweverink erläutert: „Durch den Wetterumschwung verändern sich die Verdauungsprozesse und auch das Immunsystem beim Pferd.“ Daher könne es im Moment vermehrt zu leichten Infektionskrankheiten oder Koliken kommen. „Das ist zu dieser Jahreszeit aber eigentlich normal und kommt immer mal wieder vor“, sagt die Veterinärin. Ab und zu komme es auch zu leichteren Kreislaufproblemen, die die Tiere – „wenn sie noch nicht so alt sind“ – aber sehr gut wegstecken können, sagt Patricia Zweverink.. Im Moment sei den Pferden einfach warm in ihrem Winterfell.

Haustiere haben kein Problem mit dem Umschwung

Bei kleineren Haustieren – Hund, Katze oder Vogel – erkennt Uta Schokolinski vom Tier- und Naturschutzverein Niederberg keine nennenswerten Veränderungen aufgrund des Wetters: „Bei Vögeln und Papageien ist das Hin und Her des Wetters überhaupt kein Problem. Die gehen da ganz entspannt mit um.“ Einzig bei den Kaninchen könne es zu Problemen kommen, falls es so warm bleibt, da die schon mit dickem Winterfell ausgestattet sind. „Da mache ich mir aber eigentlich keine Sorgen drum“, ist Uta Schokolinski entspannt.

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