Adventsmarkt

Adventsmarkt der Kolpingsfamilie läutet Weihnachtszeit ein

Peter Jansen (von links), Michael Wolfram und Martina Hempelmann backen ihre Reibekuchen

Peter Jansen (von links), Michael Wolfram und Martina Hempelmann backen ihre Reibekuchen

Foto: Uwe Möller

Velbert-Mitte.   Vor dem Platz der Marienkirche organisiert die Kolpingsfamilie alljährlich einen Adventsmarkt. Er verbreitet die richtige Vorweihnachtsstimmung.

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Ein Weihnachtsbaum, Holzbuden und eine Kirche. Der Adventsmarkt der Kolpingsfamilie ist vor allem wegen leckerer Reibekuchen und seiner familiären Stimmung beliebt. Seit 43 Jahren backt die Kolpingsfamilie jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit die beliebten Kartoffelpuffer, seit drei Jahren auf dem Platz vor der Marienkirche. Michael Wolframm backt jedes Jahr eifrig in Wechselschicht und freut sich immer wieder, wenn er bekannte Gesichter sieht, etwa die Hälfte der Besucher kämen jedes Jahr wieder. „70 Leute haben wir jedes Jahr hier im Einsatz. Wir arbeiten in zwei Schichten.“

Während oben am Stand gebacken wird, werden im Keller weiter Kartoffeln geschält und die „Matsche“, wie es die Kolpings nennen, hergestellt. „In all den Jahren hat sich nicht viel geändert, nur das Muster der Pullover“, scherzt Heinz Hüßelbeck, der auch schon seit über 30 Jahren mithilft, jedes Jahr. Während seine Frau im Keller die Vorarbeiten macht, backt er in der Holzhütte. „Nach der Schicht, weiß man, was man getan hat. Es ist irre heiß vor der Pfanne und wenn wir nach Hause kommen, legen wir erst einmal die Beine hoch.“

Besuch ist schon eine Tradition

Doch bevor das Ehepaar die Ruhe genießen kann, „ziehen wir uns die Kittel aus und springen unter die Dusche, sonst lässt sich das nicht aushalten.“ Leid sind die beiden die Reibekuchen dennoch nicht. „Wir essen sie hier jeden Tag“, freut sich Hüßelbeck. Das Rezept für die Kartoffelplätzchen? „Das ist gar nicht geheim“, sagt Hüßelbeck. „Es hängt im Keller neben der Schälmaschine. Aber vielleicht macht es die Liebe so besonders“, sagt er.

Jutta Frege genießt gerade mit ihrem Sohn Kristoffer und Freundin Julia Fiene die Reibekuchen. Während es für Jutta Frege schon Tradition ist, Kolpings einen kulinarischen Besuch abzustatten, ist ihr Sohn das erste Mal dabei. Er stimmt seiner Mutter allerdings zu: „Die Reibekuchen sind einfach köstlich. Für mich gehören sie einfach zur Adventszeit mit dazu.“ Julia Fiene freut sich besonders, „ich esse sie auch total gerne, nur wusste ich bislang einfach nicht wo.“

Kitas verkaufen Tombola-Lose

Für Glühwein und Co. sorgt übrigens wie jedes Jahr die Karnevalsgesellschaft Urgemütlich. Leckereien und Selbstgemachtes sowie Lose für die Tombola werden in der ersten Woche von den Kolping-Kitas angeboten. Die Leiterin der Kolping-Kita Lummerland, Sandra Hain, freut sich, dass auch dieses Jahr wieder so viele Eltern fleißig gebacken, gestrickt und mit ihren Kids gebastelt haben. Die Preise der Tombola, deren Lose auch stets schnell ausverkauft sind, stammen aus Spenden der Eltern. „Die Erlöse fließen allesamt in unsere Kitas ein“, wirbt Sandra Hain dafür, vielleicht doch noch das eine oder andere am Stand mitzunehmen. „Davon können wir dann neues Spielzeug kaufen oder Spielgeräte installieren.“

Am kommenden Wochenende sind dann statt der Kitas die Werkstätten für Behinderte (WfB) auf dem kleinen Adventsmarkt an der Kolpingstraße vertreten.

>> Ab Freitag ist der Adventmarkt wieder geöffnet

  • 35 Zentner Kartoffeln und 100 Kilo Zwiebeln werden an beiden Wochenenden zu Reibekuchen verarbeitet.
  • Am kommenden Freitag und Samstag öffnet der Adventsmarkt an der Kolpingstraße von 12 bis 20 Uhr. Sonntags können die Besucher die gemütliche Atmosphäre zwischen 11.30 und 20 Uhr genießen.

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