Feuerwehr-Einsatz

Defekte Heizdecke verursacht Haus-Brand in Langenberg

Die Feuerwehr konnte nur noch von außen löschen, zu sehr hatten sich die Flammen schon im Inneren des Gebäudes ausgebreitet.

Die Feuerwehr konnte nur noch von außen löschen, zu sehr hatten sich die Flammen schon im Inneren des Gebäudes ausgebreitet.

Foto: Tim Oelbermann

Langenberg.   Ein abgelegenes Einfamilienhaus ist am Montagabend ausgebrannt. Die Bewohnerin brachte sich in Sicherheit, die Feuerwehr rettete eine Katze.

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Feuerschein über den Bäumen rief am Montagabend einen Langenberger auf den Plan: Er alarmierte gegen 21.40 Uhr die Feuerwehr – und das war auch gut so.

Denn in einem abgelegenen Waldstück, östlich unterhalb des großen Windrades an der Kupferdreher Straße, brannte ein Einfamilienhaus. Auch die anrückenden Feuerwehrleute sahen schon von Weitem die Flammen. Allerdings erwies sich die Anfahrt zu dem Haus als äußerst schwierig, nur über einen etwa einen Kilometer langen Feldweg erreichten die Fahrzeuge das zum größten Teil aus Holz gebaute Haus.

Bewohnerin blieb unverletzt

Die 84-jährige Bewohnerin hatte sich derweil selbst in Sicherheit bringen können. Der Rettungsdienst brachte sie aber mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Helios Klinikum Niederberg, die Dame durfte allerdings nach eingehender Untersuchung das Krankenhaus wieder verlassen.

Als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf, brannte das Haus in voller Ausdehnung: Dabei war der Löschangriff nach Angaben der Feuerwehr Velbert lediglich von außen möglich, eine Brandbekämpfung im Innern des Gebäudes kam aufgrund der fortgeschrittenen Ausbreitung der Flammen und des teilweisen Einsturz des Hauses nicht mehr in Frage. Allerdings gelang es den Trupps, mehrere Propangasflaschen, die neben bzw. in einem Verschlag unter dem Gebäude gelagert waren, aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Außerdem retteten die Wehrleute eine verletzte Katze und brachten sie ins Tierheim. Die Stadtwerke waren ebenfalls vor Ort und schalteten das Gebäude stromlos.

Landwirte unterstützen die Wehr

Unterdessen bekämpften mehrere – zum Teil unter Atemschutz arbeitende – Trupps die Flammen, zunächst über die Löschwassertanks der Fahrzeuge, später über die mehr als eineinhalb Kilometer lange Schlauchleitung, die von der Nierenhofer Straße bis zur Einsatzstelle aufgebaut worden war. Außerdem stellten mehrere Landwirte die Löschwasserversorgung sicher, in dem sie mit mehreren, bis zu 14.000 Liter fassenden Wasserfässern die Feuerwehr unterstützten. Neben der hauptamtlichen Wache waren drei freiwillige Löschzüge aus Langenberg und Velbert-Mitte, des weiteren ein Abrollbehälter aus Ratingen, ein Rettungswagen aus Essen sowie ein zweiter Schlauchwagen aus Mettmann vor Ort.

Bagger legt Glutnester frei

Da die Glutnester unter den Trümmern des Einfamilienhauses nicht zu erreichen waren, legte am frühen Dienstagmorgen ein Bagger die immer wieder aufflammenden Brandherde frei.

Nach mehr als sieben Stunden übergab die Feuerwehr den Einsatzort schließlich an die Polizei. Die hat inzwischen die Brandursache ermittelt: Im Wintergarten hatte eine eingeschaltete Heizdecke nach einem technischen Defekt Feuer gefangen. Aufräumarbeiten und eine Nachkontrolle nahmen weitere Zeit bis in den späten Vormittag in Anspruch.

Sachschaden laut Polizei: 150.000 bis 200.00 Euro.

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