Das Leuchtturmfeuer des Rosenfensters

Langenberg.   Es ist mehr als nur „Brutalismus trifft Liquid Image“. Die Installation „Pharus“ aus Klängen, Bildern und Licht verspricht Inspiration zur inneren Reise. Zum 50 jährigen Jubiläum soll der Nevigeser Dom, dessen ungewöhnliche und herausfordernde Architektur an sich schon kunsthistorische Bedeutung hat, nun eine neue künstlerische Interpretation erfahren, welche sowohl die Vielschichtigkeit als auch das Tiefgreifende dieses Ortes und den transformierenden Sinn einer Wallfahrtsstätte symbolisiert.

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Es ist mehr als nur „Brutalismus trifft Liquid Image“. Die Installation „Pharus“ aus Klängen, Bildern und Licht verspricht Inspiration zur inneren Reise. Zum 50 jährigen Jubiläum soll der Nevigeser Dom, dessen ungewöhnliche und herausfordernde Architektur an sich schon kunsthistorische Bedeutung hat, nun eine neue künstlerische Interpretation erfahren, welche sowohl die Vielschichtigkeit als auch das Tiefgreifende dieses Ortes und den transformierenden Sinn einer Wallfahrtsstätte symbolisiert.

Weitere Previews sollen folgen

In einer ersten Preview in der Galerie 23 des Kunstfördererpaares Stevermüer stellten die Künstler der Gruppe „Area Composer“ gemeinsam mit dem Wallfahrtsleiter und Pfarrer des Doms Bruder Frank dieses außergewöhnliche Projekt vor. Außergewöhnlich sowohl in seiner Dimension, Entstehungsgeschichte als auch im Zusammenklang von Ästhetik, gesellschaftlicher Relevanz und Spiritualität.

Die Altarwand misst 36 Meter in der Breite und 20 Meter in der Höhe und war von Architekt Böhm bereits als Projektionsfläche für den nach Transformation suchenden Wallfahrer vorgesehen. Diese Idee verwirklicht Fotograf Peter Hölscher nun mit seiner selbst entwickelten Liquid Image Technik aus sich überlagernden Fotografien von abstrahierten Motiven des Doms selbst in Zusammenarbeit mit Art-Projektorin Dorothee Pilavas. Field Recordings aus dem Umfeld des Doms mit Klängen der Orgel und elektronischen Sounds verwebt Komponist Ronald Gaube zu einem meditativ-akustischem Erlebnis. Durch ergänzendes Lichtdesign von außerhalb des Doms will Lichtdesignerin Uta von Schenck die Fenster dramaturgisch inszenieren und dem visuellen Erleben eine weitere Dimension hinzufügen.

Mit dieser Vorschau bereits beginnt die verheißene Reise für das Publikum. Weitere Previews sollen folgen, nicht nur um Appetit auf die große Veranstaltung am 8., 10. und 11. November zu machen, sondern auch um sich anschließen zu können. „Durch Spenden und Förderungen“, so Bruder Frank „können die enormen technischen Bedingungen nahezu realisiert werden, doch der persönliche Einsatz der Künstler ist auch mit dem Erlös der Eintrittsgelder nicht aufzuwiegen.“

Aus den eindrucksvollen Bildern, die in langsamen Überblendungen kaum merklich von einem Motiv zum anderen reisen, sind daher Momentaufnahmen in zwei Formaten als persönliche Unikate erhältlich, deren Einnahmen den großen persönlichen Einsatz abfedern helfen sollen. Auch Eintrittskarten sind jetzt schon erhältlich.

In ihrem Vortrag erhellte Doris Stevermüer die Beziehungen zwischen Architektur und Zeitgeschehen, und in den bereitwilligen Auskünften der anwesenden Künstler über ihre Identifikation mit Ort und Wirkung war die tiefe Auseinandersetzung zu spüren, die vor allem Bruder Frank dazu veranlasste, diese audiovisuelle Installation für das Jubiläumsjahr zu veranstalten. Daraus entsteht nun ein Event mit überregionaler Strahlkraft.

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