Innenstadt

Das Innenstadt-Parkhaus an der Hofstraße wird saniert

Das Parkhaus an der Hofstraße ist 2008 in Betrieb gegangen und wird jetzt für 250.000 Euro saniert. Es bietet in der Innenstadt von Velbert Stellplätze für 320 Pkw.

Das Parkhaus an der Hofstraße ist 2008 in Betrieb gegangen und wird jetzt für 250.000 Euro saniert. Es bietet in der Innenstadt von Velbert Stellplätze für 320 Pkw.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Velbert-Mitte.  Die „Verkehrsgesellschaft der Stadt Velbert“ steckt 250.000 Euro in die Sanierung des Parkhauses Hofstraße. Im Fokus sind vor allem die Freidecks

Normalerweise kommen in dem Parkhaus Hofstraße inmitten der Innenstadt von Velbert insgesamt locker 320 Pkw unter, aber zurzeit ist dort die Lage etwas anders als gewohnt und um die 50 Stellplätze stehen vorübergehend nicht zur Verfügung. Die „Verkehrsgesellschaft der Stadt Velbert (VGV)“ saniert das Gebäude nämlich. Hauptsächlich im Fokus: Die beiden offenen und ungeschützten Freidecks ganz oben. Vor allem dort hat sich im Laufe der Zeit die Beschichtung des Bodens abgelöst.

Haus ist zu 20 Prozent in privater Hand

Und zwar nicht nur hier und da mal, sondern wirklich flächig, wie Joachim Menn beim gemeinsamen Ortstermin mit der WAZ an der Hofstraße zeigt und erläutert. Er betreut für die VGV nicht nur diese Anlage, die zu 80 Prozent der Gesellschaft gehört und zu 20 Prozent in privater Hand ist, sondern auch im Stadtbezirk Langenberg die komplett VGV-eigene Tiefgarage Froweinplatz, die aktuell ebenfalls, und zwar noch ein bisschen aufwendiger, saniert wird.

Gemeinsame Auftragsvergabe vorteilhaft

Man habe bei beiden Objekten aktiv werden müssen, erklärt Arnd Sulimma das zeitliche Zusammentreffen und den parallelen Ablauf der Maßnahmen; zudem sei dieses Vorgehen auch wirtschaftlich vorteilhafter, weil man eine gemeinsame Auftragsvergabe habe vornehmen können. Er ist seit 2016 Geschäftsführer bei der VGV und zwar zusammen mit dem Stadtkämmerer Christoph Peitz; bei den Technischen Betrieben Velbert (TBV) leitet Sulimma das Sachgebiet Verkehrswesen. Der VGV gehörte früher bis zu dessen Abriss auch noch das Parkhaus Oststraße in Velbert-Mitte und in Neviges zur Hälfte das an der Lohbachstraße, dessen Anteil dann aber an eine private Immobilien-Gesellschaft verkauft worden ist.

Sechs Etagen auf verschiedenen Ebenen

Das jetzige Parkhaus Hofstraße ist im Herbst 2008 eröffnet worden. Sein Ende der 1970er Jahre errichteter Vorgänger – damals war noch die Sparkasse als Miteigentümer im Boot – hätte sonst mit richtig großem Aufwand saniert werden müssen, erklärt Menn die damalige Neubau-Entscheidung für das gut 1500 Quadratmeter große Grundstück. Das Gebäude, eine Stahl-Beton-Konstruktion bzw. -Systembauweise, umfasst sechs Etagen auf verschiedenen Ebenen, so dass es eigentlich zwölf Halbdecks sind. Selbstverständlich mit Fahrstuhl.

Vor allem Schutz vor Korrosion

Kleinere Stellen mit Ablösungen der Beschichtung gibt es eigentlich auf allen Etagen und auch auf den einzelnen Rampen. Sie ist keineswegs bloß eine Frage der Optik, sondern hat eine wichtige Funktion: „Sie schützt den Bau und seine einzelnen Bestandteile hauptsächlich vor Korrosion“, betont Joachim Menn und fügt hinzu, dass die momentane Witterung leider gar nicht gut fürs Fortkommen der Arbeiten sei. Diese sind im September begonnen worden und haben ein Auftragsvolumen in Höhe von 250.000 Euro. Die Summe muss die VGV alleine schultern, weil ihr auch der betroffene Teil des Parkhauses gehört. Der Privateigentümer hat zum Großteil das Untergeschoss.

Die meisten Nutzer sind Dauerparker

Das Parkhaus hat werktags von 6.30 bis 23 Uhr geöffnet und wird von einem Pförtner betreut und beaufsichtigt. Das Personal stellt die insgesamt fünfköpfige Untergesellschaft namens „Velberter Parkhaus Betriebs GmbH“, deren Geschäfte wiederum Menn führt. Die Nutzer seien „eigentlich immer alle zufrieden“, sagt er auf Nachfrage; die meisten von ihnen sind übrigens Dauerparker und bezahlen aktuell infolge der zeitlich begrenzten Mehrwertsteuer-Reduzierung 48,74 im Monat. Für die anderen Kunden bleiben in normalen Zeiten „mindestens immer so um die 60 Plätze frei“. Bei ihren Tarifen – die erste Stunde 1,50, jede weitere 1 und Tagesmaximum 6,50 Euro – hat die VGV die Parkdauer entsprechend im Minutenbereich ausgedehnt.

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