Vereine in Langenberg

Corona bremst Langenberger Hundesportler aus

Lesedauer: 4 Minuten
Da durften sie noch; Jörg Lingemann trainiert auf dem Gelände der Ortsgruppe Langenberg mit seinem Schäferhund Bond. Jetzt sind auch die Hundesportler in Corona-Zwangspause.

Da durften sie noch; Jörg Lingemann trainiert auf dem Gelände der Ortsgruppe Langenberg mit seinem Schäferhund Bond. Jetzt sind auch die Hundesportler in Corona-Zwangspause.

Foto: Christof Köpsel / FUNKE Foto Services

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Langenberg.  Die Ortsgruppe des Vereins für Deutsche Schäferhunde Langenberg hat im Sommer noch fleißig trainiert, jetzt ist erst einmal Pause.

Es ist ein ganz großes Jubiläum, das die Ortsgruppe Langenberg des Vereins für Deutsche Schäferhunde im kommenden Frühjahr vor der Brust hat: Dann nämlich wird der Verein 100 Jahre alt – genauer gesagt, am 15. März.

Doch die Planung für die Feier läuft eher zögerlich, zu unsicher ist die Lage durch die Folgen der Corona-Pandemie, sagt Ulrike Hellner. Dabei, so die Vorsitzende der Ortsgruppe, habe es so schöne Ideen gegeben.

Hoffnung auf einen Festabend im Sommer

„Wir hoffen, dass wir zumindest im Sommer einen schönen Festabend durchführen dürfen“, sagt Hellner. „Mit befreundeten Vereinen würden wir dann gerne draußen eine Veranstaltung auf die Beine stellen.“ Und, „so Gott will“, fährt Ulrike Hellner fort, „bekommen wir auch eine Körung zugeteilt.“

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Dabei wählen sachkundige Richter geeignete Tiere für die Zucht aus. Die Gastgeber müssen dabei jede Menge Voraussetzungen erfüllen, die Gastgeberrolle wird vom Verband – dem Verein für Deutsche Schäferhunde – zugeteilt.

„Eigentlich lief es im Sommer gut“

Doch Ulrike Hellner ist vorsichtig, zu unvorhersehbar waren die Entwicklungen schon in diesem Jahr. Dabei lief es – trotz Corona – eigentlich ganz gut, erzählt sie. Bis zum Lockdown Light „hatten wir immer sonntags einen Kurs für Jedermann im Angebot.“

Der sei auch sehr gut angenommen worden. „Die Leute beschäftigen sich im Moment mehr mit ihren Tieren, weil sie wohl einfach mehr Zeit dazu haben“, sagt die Vorsitzende der Langenberger Ortsgruppe. „Wir hatten sogar eine Warteliste, weil wir schließlich alle gleich fördern wollten.“

Verein offen für andere Hunderassen

Alle – das bedeutet, dass auch Menschen mit anderen Hunderassen vorbeischauen dürfen. „Da sind wir offen“, sagt Ulrike Hellner. 34 Vollmitglieder hat die Ortsgruppe derzeit und „wir sind eine sehr gute Gemeinschaft, fast wie eine Familie“, beschreibt die Vorsitzende.

Dazu gehören natürlich auch die Hunde, „denn die sind ja kein Sportgerät, auch wenn wir Hundesport betreiben“, sagt Ulrike Hellner. „Nein“, fährt sie fort, „wir erarbeiten hier gemeinsam etwas mit unserem tierischen Partner.

Viel an der frischen Luft

Da komme auch der Spaß nicht zu kurz. „Ganz und gar nicht“, sagt die Vorsitzender, die seit 2006 das Amt inne hat. „Ehrgeiz darf natürlich auch dabei sein – aber nicht zu sehr.“ Der Vorteil beim Hundesport? „Wir sind viel an der frischen Luft“, sagt Ulrike Hellner lachend.

Deswegen sei auch Corona bis zum Lockdown kein Thema gewesen: „Im Vereinsheim hatten wir nur das WC geöffnet, Getränke gab’s draußen und Abstand halten ist auf dem Übungsplatz gar kein Problem.“ Denn es durften höchsten drei oder vier Hundeführer gleichzeitig üben.

Kein Betrieb bis Mitte Januar

Doch der zweite Lockdown hat die Schäferhund-Freunde nun auch getroffen. Alle Veranstaltungen – auch Trainingsbetrieb und Prüfungen – sind bis zum 17. Januar 2021 erst einmal abgesagt. Dabei gab es kurz vor der Zwangspause noch einen Erfolg zu melden.

Drei Teams der Ortsgruppe Langenberg haben Ende Oktober beim Nachbarclub in Kupferdreh an der Ausdauerprüfung teilgenommen – mit Erfolg. Allerdings sind die Langenberger optimistisch, denn beim Blick in die Geschichte zeigt sich, dass die Ortsgruppe schon ganz andere Krisen gemeistert hat.

Mehrere Krisen gemeistert

In den Jahren des Zweiten Weltkriegs hielten laut OG-Chronik fünf Mitglieder den Verein am Leben, viele Mitglieder – auch Hunde – mussten an die Front. Der Wiederaufbau begann 1946, mit drei Hunden. Dann lief der Betrieb wieder – bis Mitte der 1960er Jahre ein weiterer Rückschlag zu verkraften war.

1964 musste der Verein sein Trainingsgelände an der Eichenkreuzhöhe aufgeben, erst drei Jahre später zogen die Sportler an den Standort in der Brullöh, wo noch heute trainiert wird. Weitere Berichte aus Velbert lesen Sie hier.

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