Computerwelt

Computerinteressierte treffen sich im Velberter „Linux-Café“

Frank Wessel stellte im Linux-Café das Computerbetriebssystem Linux vor.

Frank Wessel stellte im Linux-Café das Computerbetriebssystem Linux vor.

Foto: Ulrich Bangert / FUNKE Foto Services

Velbert.  Frank Wessel erläutert im Café des Gebrauchtwarenhauses die Vorzüge des recht unbekannten Computer-Betriebssystems.

Ein Betriebssystem für Computer, das vermeintlich sicherer, sowie leistungsfähiger als Windows ist und dann auch noch kostenlos? Frank Wessel steht im Café des Gebrauchtwarenhauses und erklärt den Besuchern die Vorzüge des in Nicht-Fachkreisen recht unbekannten Betriebssystems Linux.

Mehr als 25 Leute sind am Samstagvormittag zum ersten Treffen des „Linux-Cafés“ gekommen. „Von Computerlaien bis hin zu Vollprofis, ein bunt gemischtes Publikum“, stellt Wessel fest. Von dem recht großen Ansturm sei er schon überrascht gewesen, muss er zugeben. Eigentlich ist Frank Wessel angestellt als Schulreferent im evangelischen Kirchenkreis Niederberg, hat dort auch schon die ein oder andere Aktion zum Thema „Linux“ veranstaltet.

Änderungen werden schnell eingepflegt

„Ich selber bin vor sechs Jahren auf Linux gestoßen und nutze es seitdem auch auf meinen Geräten“, erläutert Wessel. Linux würde viele Vorteile mit sich bringen, fährt er fort. Zuallererst stecke hinter dem Betriebssystem keine profitorientierte Firma, jeder kann mitentwickeln. Änderungen werden dann durch ein kleines Gremium rund um Gründer Linus Torvalds innerhalb von kurzer Zeit geprüft und dann in das Programm eingefügt.

Sicheres Betriebssystem

Es ist ein sogenanntes Open-Source-Programm. Das sei ein Grund dafür, dass auf Linux basierende Betriebssysteme besonders sicher seien, Fehler werden schnell entdeckt und behoben, durch Menschen auf der ganzen Welt. Zusätzlich dazu sei es so, dass Linux ressourcenschonender als andere Betriebssysteme ist, „besonders vor dem Hintergrund des Umweltschutzes ein interessanter Aspekt“, so Wessel. Mit einem Linux Betriebssystem hat er beispielsweise ein altes Netbook, welches unter Windows nicht mehr funktionierte reaktiviert.

Eine gewisse Furchtlosigkeit ist nötig

Wessel erklärt, es mache durchaus Sinn die Geräte länger zu betreiben, als Windows ihnen Laufzeit gönnt. Programme fürs Surfen im Internet, Büro- und Medienarbeit gibt es auch kostenlos für Linux. Dabei sei es nicht einmal kompliziert se

inen PC auf Linux umzubauen, man benötige nur eine „gewisse Furchtlosigkeit“, scherzt Wessel.

Lisa Lilienthal gehört zu BePro, dem Verein, der das Gebrauchtwarenhaus betreibt, „Wir waren direkt dabei als Herr Wessel uns angesprochen hat. Das hier ist einfach der perfekt passende Ort dafür.“ Ab Oktober ist es geplant, jeden ersten Samstag im Monat ein solches Treffen zu veranstalten.

Das Notebook mitbringen

„Das würden wir gerne in Zukunft etablieren“, so Lilienthal. Zusätzlich dazu veranstaltet Frank Wessel regelmäßig einen „Linux-Treff“ im Friedrich-Karrenberg-Haus, Lortzingstraße 7. Der nächste Termin dafür ist der 17. September. Der ein oder andere hätte sich heute schon freudig mit „Bis zum nächsten Mal!“ verabschiedet, freuen sich die beiden Initiatoren. Beim nächsten Mal seien dann alle dazu eingeladen selber ein Notebook mitzubringen, „denn dann bauen wir mal gemeinsam einen Computer um“, kündigt Wessel an. Um Linux in einem Satz zusammenzufassen sagt er, „Besser geht nicht!“

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