Gastronomie

Café am Kirchplatz schließt wegen der Corona-Krise

Steht nach nur fünf Monaten schon wieder leer: Das Café am Kirchplatz bleibt bis auf Weiteres geschlossen.

Steht nach nur fünf Monaten schon wieder leer: Das Café am Kirchplatz bleibt bis auf Weiteres geschlossen.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Neviges.  Das Café am Kirchplatz in Tönisheide schließt bis auf Weiteres. Der Pächter Frank Behrend hat aber für 2021 schon wieder Pläne.

Kein Töttern bei Schwarzwälder Kirschtorte, keine köstlichen Tapas beim Glas Wein. Das Café am Kirchplatz in Tönisheide ist geschlossen – aber nur vorübergehend, wie Pächter Frank Behrend betont. „Wir haben geplant, im Frühjahr wieder zu öffnen. Im Moment kann man die Entwicklung ja leider nicht absehen.“ Gerade im Café am Kirchplatz hätten sich immer gern Grüppchen zum Kaffee getroffen, auch einige Weihnachtsfeien hatte man hier schon auf der Liste. Alles unmöglich in Zeiten, in denen sich aufgrund der steigenden Infektionszahlen zurzeit nicht mehr als fünf Menschen aus verschiedenen Haushalten treffen dürfen und Abstand das Gebot der Stunde ist. Doch nicht nur die Landes-Verordnungen hätten zum vorübergehenden Aus des Cafés geführt, so Behrend. Es seien zum Schluss auch immer weniger Gäste gekommen.

Bereits den Start wegen Corona verschoben

Dabei sei das Konzept – tagsüber Café, abends Tapas-Bar – erst so gut angenommen worden. „Im Sommer haben die Leute auch abends auf der Terrasse gesessen, das lief alles sehr gut“, so Frank Behrend, Geschäftsführer der Domizil Wohnfühlen GmbH, die unter anderem in Neviges das Seniorenheim Burgfeld an der Emil-Schniewind-Straße betreibt. Ende letzten Jahres hatte Domizil den beliebten Treffpunkt in Tönisheide nach einjährigem Leerstand übernommen. Die Eröffnung im März musste wegen des Lockdowns auf den 29. Mai verschoben werden. Umso größer war die Freude, als die ersten Gäste in der Sonne frühstückten und an lauen Sommerabenden spanische Weine probierten.

Gäste sind verunsichert

Denn das war es, was Frank Behrend hier am Kirchplatz vorschwebte: Einen Treffpunkt zu schaffen für alle Generationen und fast jeden Geschmack. Nachmittags trafen sich die Kaffeekränze zum Kirschstreusel, abends servierten die Köche Tomas Cano und Arne Richter gratinierten Ziegenkäse und andere Leckereien. Um die nötigen Abstände einhalten zu können, wurden extra die gemütlichen Lounge-Sessel gegen zierliche Stühle eingetauscht und mehrere kleine Tische angeschafft. Doch so beliebt die Terrasse im Sommer auch war, so rasant habe der Gästestrom in den letzten Tagen nachgelassen. „Die Menschen gehen einfach nicht mehr weg, die Verunsicherung ist zu groß. Es machte einfach keinen Sinn mehr, jetzt im Moment noch weiterzumachen.“

Im Frühjahr soll es weiter gehen

Aber sobald man wieder verlässlich planen und auch die Terrasse wieder nutzen könne, soll es auch wieder das Café am Kirchplatz geben. Und auch den Wunsch, am Kirchplatz gemeinsam mit anderen Veranstaltern ein Rockkonzert auf die Beine zu stellen, hat Frank Behrend noch nicht aufgegeben. Schließlich wohnt er selbst „auf Tönisheide“, wie alle hier sagen, und geht selbst auch gern mal abends im Dorf vor die Tür.

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