Vereine in Langenberg

Bürgerverein will Langenberg lebenswert erhalten

Das Weindorf Langenberg ist eine der Veranstaltungen, die der Bürgerverein Langenberg jährlich auf die Beine stellt. In diesem Jahr müssen die Langenbergerinnen und Langenberger auf das Fest verzichten: Wie so viele Großveranstaltungen fällt das Weindorf coronabedingt aus.

Das Weindorf Langenberg ist eine der Veranstaltungen, die der Bürgerverein Langenberg jährlich auf die Beine stellt. In diesem Jahr müssen die Langenbergerinnen und Langenberger auf das Fest verzichten: Wie so viele Großveranstaltungen fällt das Weindorf coronabedingt aus.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Langenberg.  Der Bürgerverein Langenberg ist fast 50 Jahre alt. Anlass zur Gründung war die geplante Sanierung der historischen Altstadt.

Eigentlich wäre das Anstoßen mit etwas Hochprozentigem angesagt, denn der Bürgerverein Langenberg hat aktuell 222 Mitglieder – Schnapszahl. Und Tendenz steigend, freut sich der Vorsitzende Wolfgang Werner. Nur sei das mit dem Feiern in diesem Jahr ja so eine Sache. Corona eben.

Nach all den Lockerungen der vergangenen Wochen ist aber auch der Bürgerverein dazu übergegangen, wieder persönliche Treffen anzubieten: Der erste Stammtisch nach der Zwangspause vor gut zwei Wochen war entsprechend gut besucht.

Mehr als 30 Mitglieder beim Open-Air-Stammtisch

Mehr als 30 Mitglieder waren der Einladung in den Außenbereich der Vereinsgaststätte Alt-Langenberg gefolgt – coronagerecht an mehreren kleinen Tischen platziert, mit ausreichend Abstand. Ein festes Thema hatte der Vorstand nicht vorgegeben, „weil wir uns so lange nicht gesehen hatten“, sagt der Vorsitzende Wolfgang Werner. Stattdessen war Töttern angesagt.

Und so streiften die Mitglieder zahlreiche Themen: den Masterplan Licht, die Plakatierungen rund um die Altstadt-Laternen oder bereits erfolgte bzw. anstehende Geschäftsschließungen. Damit sind auch schon einige der drängenden Projekte aufgezählt, die den Bürgerverein umtreiben.

Bürgerverein kann „mit Nachdruck auftreten“

Wir sind da natürlich mit der Stadt im Gespräch“, sagt Wolfgang Werner, betont aber auch gleich: „Wir liegen mit der Verwaltung nicht im Clinch, das sind alles Anfragen und Anregungen.“ Aber, ergänzt Pressewart Joachim Arenfeld, „wir können als Bürgerverein schon mit mehr Nachdruck auftreten als eine Einzelperson.“

Und das macht der Bürgerverein Langenberg seit seiner Gründung am 11. April 1972. Anlass dafür war die geplante Sanierung der Altstadt, sagt Wolfgang Werner – damals ein Befürworter der Maßnahme, heute froh, dass es nicht so gekommen ist.

Großteil der Altstadt sollten abgerissen werden

Die Fachwerkhäuser und das Kopfsteinpflaster sollten damals einem Dienstleistungszentrum und einer kleinen Ortsumfahrung weichen. Dafür hätte unter anderem die gesamte rechte Seite der oberen Hauptstraße zwischen Rathaus und Bürgerhaus abgerissen werden müssen.

„Das ist erfolgreich verhindert worden“, sagt Wolfgang Werner heute. „Danach hat sich der Bürgerverein zum Ziel gesetzt, Langenberg lebenswert zu erhalten und weiter zu gestalten.“ Dazu gehört neben dem Einsatz für drängende Themen auch die Organisation von Veranstaltungen.

Weindorf und Martinsmarkt fallen dieses Jahr aus

Da wären beispielsweise das Weindorf oder der Martinsmarkt zu nennen – die beide in diesem Jahr nicht stattfinden. Wie so viele andere Veranstaltungen fallen die Stadtfeste aufgrund der Corona-Pandemie aus. „Wenn diese Veranstaltungen aber stattfinden, können wir uns über Unterstützung nicht beklagen“, lobt Wolfgang Werner „seine“ Mitglieder.

„Das ist ähnlich wie vor 20 Jahren: Es kommen immer genug, die mit anpacken.“ Schwieriger sei es, Nachfolger für Ämter zu finden. „Unser Altersschnitt ist relativ hoch. Wenn da jemand ausscheidet ist es nicht leicht, jemanden Neues zu finden.“ Momentan seien aber alle Posten besetzt.

Ausflüge und ortsfremde Mitglieder

Als Dankeschön für die Mitglieder bietet der Verein – normalerweise – Tagesfahrten und eine Drei-Tages-Fahrt an. Auch die sind in diesem Jahr gestrichen. Dazu kommen Aktionen wie das Baumschmücken auf dem Mühlenplatz. „Wir freuen uns immer, wenn da auch Noch-Nicht-Mitglieder auftauchen“, sagt Wolfgang Werner.

Manche würden dann direkt bei der Veranstaltung beitreten, „und manche kommen sogar aus Velbert-Mitte“, sagt der Vorsitzende lachend.

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