Karneval

Bürgermeister stellte Velberter Prinzenpaar offiziell vor

Bürgermeister Dirk Lukrafka (rechts) begrüßte am Dienstag Prinz Manuel I., Prinzessin Sandra I. sowie das Kinderprinzenpaar Nico II. und Vanessa I. im Rathaus.

Foto: Uwe Möller

Bürgermeister Dirk Lukrafka (rechts) begrüßte am Dienstag Prinz Manuel I., Prinzessin Sandra I. sowie das Kinderprinzenpaar Nico II. und Vanessa I. im Rathaus. Foto: Uwe Möller

Velbert.   Lange sah es nicht danach aus, als ob es in der kommenden Session in Velbert Karnevalsprinzen geben würde. Nun wurden sie vorgestellt.

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Nun ist es mit den höchsten Weihen der Stadt amtlich: Auch in der kommenden Karnevalssession wird ein Prinzenpaar das närrische Zepter in Velbert schwingen. Am Dienstag stellte Bürgermeister Dirk Lukrafka ihre neuen Tollitäten, Prinz Manuel I. und Prinzessin Sandra I., sowie das Kinderprinzenpaar Nico II. und Vanessa I. offiziell im Rathaus vor.

Beinahe wäre diese traditionelle Begrüßung durch das Stadtoberhaupt aber ins Wasser gefallen und die Karnevalisten hätten zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte der Stadt keine jecken Regenten gehabt: Über Monate hinweg hatte der Festausschuss Velberter Karneval in den Sozialen Netzwerken und in den Medien vergeblich um Kandidaten für das Prinzenamt geworben, ehe es auf dem letzten Drücker nach dem eigentlichen Bewerbungsschluss noch klappte (WAZ berichtete).

„Ihr bereitet so vielen Menschen Freude“

Das freut auch den Bürgermeister: „Das ist ein tolles Amt. Ihr bereitet so vielen Menschen Freude und könnt stolz darauf sein“, sagte er mit Blick auf das große und kleine Prinzenpaar.

Die teilten auch Lukrafkas Begeisterung, etwa Prinz Manuel I., der Manuel Krümmel heißt und als Abteilungsleiter bei der Firma Wilka Schließtechnik arbeitet. „Ich freue mich sehr auf die kommenden Session“, meinte der 37-Jährige, der von der KG Grün-Weiß Langenhorst kommt und zwei Kinder hat. Schon als kleiner Junge sei er fasziniert vom Karneval und den Kostümen gewesen und habe auch schon seine Bereitschaft signalisiert, mal Prinz zu werden. Als dann, quasi in der Stunde der Not, der neue 1. Vorsitzende des Festausschusses, Dennis Fülling, vor ein paar Wochen angerufen habe, „da habe ich zugesagt, jetzt Prinz zu werden“, so der passionierte Fußballspieler und Rennradfahrer.

Nach einem Telefonat mit dem Festausschuss ging es schnell

Auch bei Prinzessin Sandra I, mit bürgerlichem Namen Sandra Klein, ging es ähnlich schnell nach einem Telefonat mit dem Festausschuss. „Manuel und ich haben uns dann getroffen und am gleichen Abend entschieden, dass wir es zusammen machen“, berichtet die 29-Jährige, die in der Verwaltung einer Altenpflege arbeitet. Auch wenn sie derzeit noch nicht in einem Karnevalsverein ist, hat sie schon viele jecke Erfahrungen gesammelt: „Meine Mutter Sabine war 1995 Prinzessin, ich bin dann 1997 Kinderprinzessin geworden.“ Nun ist sie die große Prinzessin.

Auch die Kinderprinzen haben jede Menge jeckes Blut

Auch die Kinderprinzen, die beide von Grün-Weiß Langenhorst kommen, haben närrisches Blut: „Ich fand den Karneval schon immer schön und wollte immer Prinzessin werden“, sagt Vanessa I., die Vanessa Voigt heißt, VFB-Stuttgart-Fan ist und in die 6. Klasse der Gesamtschule geht. Sie ist elf Jahre alt – genau so wie Kinderprinz Nico II. (Nico Seitz, 6. Klasse am Geschwister-Scholl-Gymnasium).

Nico hatte „den Karneval eigentlich gar nicht auf dem Schirm.“ Doch: „Dann kam der Anruf, ob ich Kinderprinz werden wollte. Und da sagt man nicht nein.“ Am meisten freut sich der begeisterte Fußballer vom SC darauf, na klar, „die Bonbons zu schmeißen.“

>>ES WERDEN DRINGEND SPONSOREN GESUCHT

  • Die Prinzenproklamation findet am 11. November um 19.11 Uhr wohl im Forum statt. Für beide Prinzenpaare werden noch dringend Sponsoren gesucht. Denn: Pro Prinzenpaar werden Kosten von rund 10 000 Euro fällig – Rosenmontags-Wurfmaterial nicht eingerechnet.


  • Wer helfen möchte, und sei es als Bäckerei mit ein paar Brötchen für die Fahrten, meldet sich bei: www.festausschussvelbert.de, Menüpunkt „Kontakt“.

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