Bürgerbus

Bürgerbusverein ist seit 20 Jahren in Langenberg unterwegs

Blumen gab es für Beate Kröger, die ihren Posten als Beisitzerin an Ralph Güther weitergab. Weitere Ehrungen wären zwar fällig gewesen, aber die Auszuzeichnenden waren verhindert. 

Foto: Editha Roetger

Blumen gab es für Beate Kröger, die ihren Posten als Beisitzerin an Ralph Güther weitergab. Weitere Ehrungen wären zwar fällig gewesen, aber die Auszuzeichnenden waren verhindert.  Foto: Editha Roetger

Langenberg.   Jahreshauptversammlung beim Bürgerbusverein. Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr 2016. Zahl der Fahrgäste nimmt zu.

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Es war tatsächlich ein ereignisreiches Jahr 2016, auf das der Vorsitzende Gerd Berker gemeinsam mit Fahrerinnen und Fahrern in der Jahreshauptversammlung des Bürgerbusvereins zurückschaute. In seinem Rückblick erinnerte er an die 20-Jahr-Feier, mit der die Ehrenamtlichen die erste große „private“ Feier im wiedereröffneten Bürgerhaus begingen. Und es war ja auch der Bürgerbusverein gewesen, der zehn Jahre zuvor als einer der letzten Vereine vor der Schließung dort das Zehnjährige gefeiert hatte.

Zwar nicht zur Jubiläumsfeier doch bei zwei weiteren Möglichkeiten in 2016 hatte Berker die Gelegenheit genutzt, Landesverkehrsminister Michael Groschek auf die besondere bergische Landschaftsform Langenbergs und die damit verbundene Notwendigkeit zweier Bürgerbusse aufmerksam zu machen. Bislang wird nur ein Bus vom Land zu 50 Prozent gefördert. Beeindruckend, wie es der Verein dennoch schafft, durch geschicktes Management und Ausnutzung jeglicher Werbeflächen auf und in den Bussen das notwendige Geld zusammen zu bekommen. Nur durch Fahrkartenverkäufe könnte das Unternehmen Bürgerbus, das zu 100 Prozent durch ehrenamtliche Tätigkeit getragen wird, nicht funktionieren.

Mehr als 1,3 Millionen Kilometer

So sei der Verein immer offen dafür, im Ort Einsatz zu zeigen. Ob zusätzliche Fahrten zum Kerzenzauber, die Unterstützung bei der Tombola des Martinsmarktes oder gar das Freischneiden besonders schlecht einsehbarer Kreuzungen bei „LA-besenrein“: Die fast 140 Mitglieder des Vereins zeigen ganzjährig Einsatz auf mehr als nur den fünf Linien.

„Wir haben derzeit 43 aktive Fahrer und Fahrerinnen. Davon zehn Fahrerinnen, damit haben wir unsere Frauenquote auf jeden Fall erfüllt“, berichtete Gerd Berker. Mit 34 232 Fahrgästen in 2016 gab es eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 851 Fahrgäste. „Und im ersten Quartal 2017 setzt sich diese positive Entwicklung mit 8838 Fahrgästen fort“, griff der Vorsitzende schon auf dieses Jahr vor. Insgesamt habe man 1 341 005 Kilometer in 22 187 Fahrereinsätzen zurückgelegt. Fahrerkollege Henning Burggraf habe kürzlich ermittelt, dass die beiden Busse durchschnittlich 1450 Kilometer pro Woche zurücklegten.

Zwar konnten die geplanten Ehrungen der Fahrer Gerd Branzke und H.-W. Becklas zur Jahreshauptversammlung nicht persönlich durchgeführt werden, da sie verhindert waren. Doch Blumen gab es für Beate Kröger, die ihren Posten als Beisitzerin an Ralph Güther weitergab.

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