Vereine in Langenberg

Blau-Weiß Langenberg will Jugend stärker einbinden

Kai Philipp Merten (l) ist 1. Vorsitzender von Blau-Weiß Langenberg, Anton Conze 2. Vorsitzender. Die beiden haben eine Menge Idee, können die aber nicht immer so schnell umsetzen, wie sie es gern würden.

Kai Philipp Merten (l) ist 1. Vorsitzender von Blau-Weiß Langenberg, Anton Conze 2. Vorsitzender. Die beiden haben eine Menge Idee, können die aber nicht immer so schnell umsetzen, wie sie es gern würden.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Langenberg.  Blau-weiß Langenberg hat einen neuen Vorstand, der viele neue Ideen mitbringt. So soll es bald einen Jugendbeirat geben.

„Naja, das ist eine gute Frage“, sagt Kai Merten, als er gefragt wird, was ihm Blau-Weiß Langenberg bedeute. Seit Kurzem erst ist er der erste Vorsitzende des Langenberger Fußballclubs. „Ich bin eigentlich nur durch einen Freund zum Verein gekommen, ich bin kein Langenberger. Aber dass ich den Vorstand mache, sagt doch schon mal Einiges.“

Der Verein, erzählt Merten am Telefon, liege ihm einfach am Herzen. „Ich mag die Werte des Clubs: Spiel, Spaß, Familie.“ Schnell habe er sich hier geborgen gefühlt. „Der Verein bedeutet mir so viel“, sagt er und kommt noch einmal auf die Ausgangsfrage zurück, „dass ich sehr viel Freizeit opfere, damit er läuft“.

Clubheim vor etwa 25 Jahren gebaut

1963 ist BWL, wie der Klub oft nur genannt wird, gegründet worden, heute spielen noch immer einige der Gründungsväter in der so genannten Alt-Alt-Herren-Mannschaft. Merten aber ist erst seit acht Jahren im Verein. „Ich kann also keine Kindheitsgeschichte mit dem Klub vorweisen“, sagt er.

Trotzdem kennt er ein paar geschichtliche Daten: Vor 25 Jahren etwa, erzählt er, sei das Vereinsheim gebaut worden, auf städtischem Gelände. „Das Heim aber gehört dem Verein.“

BWL ist ein reiner Fußballclub

Blau-Weiß Langenberg ist ein reiner Fußballclub: „Wir haben – in Anführungsstrichen – nur Fußball, dafür aber einen relativ großen Jugend- und Seniorenbereich“, sagt Merten; das bedeutet: in der Jugend sieben Mannschaften, im Seniorenbereich fünf, davon vier Herren- und eine Damenmannschaft.

Insgesamt hat der Verein im Moment knapp 360 Mitglieder, von denen rund 270 aktiv sind. Das hört sich zwar erstmal nach einer beachtlichen Zahl für einen winzigen Stadtteilclub an, doch auch bei Blau-Weiß haben sie mit dem grassierenden Mitgliederschwund zu kämpfen.

Vorstand braucht Geduld bei neuen Ideen

„Die Kinder hängen halt lieber an den Handys“, sagt Merten. Deshalb habe man Ideen konzipiert, ganze Familien an den Verein zu koppeln. Einen Spielplatz wollte man bauen, da aber habe die Stadt einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Kein Geld“, sagt Merten.

Der zweite Vorsitzende und ich, wir sind beide sehr jung, wir haben viele frische Ideen, wir versuchen viel, aber leider geht das alles nicht ganz so schnell.“ Was dann doch recht schnell ging: In der letzten Vorstandssitzung haben sie an der Panner Straße die Gründung eines Jugendrates beschlossen.

Bald gibt es einen Jugendbeirat

„Wir werden in allen Jugendmannschaften Vertreter wählen lassen und auch Eltern, so dass sie mit uns interagieren können, wenn sie Themen ansprechen wollen.“ Hintergrund sei gewesen, dass die Kinder Anregungen oft nicht öffentlich äußern würden, sondern höchstens Zuhause.

„Wir wollen Kindern und Eltern so mehr Mitspracherecht geben“, sagt Merten. „Der Jugendrat soll alle drei Monate tagen und einer von ihnen darf dann an den Vorstandssitzungen teilnehmen.“ Dass dieser Plan nicht schon zuvor in die Tat umgesetzt wurde, ist teilweise auch der Pandemie geschuldet gewesen.

Während des Lockdowns ging gar nichts

Denn während des Lockdowns ging bei den Fußballclubs gar nichts. „Der Platz war gesperrt, die Halle auch, wir waren da natürlich an die Vorgaben der Stadt gebunden“, erklärt der erste Vorsitzende. Mittlerweile seien alle froh, dass die Saison wieder losgegangen ist.

„Wir haben die standardisierten Hygieneregeln: Händewaschen und Eintragen der Mannschaftslisten, dazu das schnelle Verlassen des Platzes und eine maximale Anzahl von zehn Spielern pro Kabine und zweien in den Duschen.“ Bisher funktioniere das Ganze hervorragend, ob das aber auch bei Minusgraden noch so der Fall sein werde, stehe in den Sternen. „Wenn es kälter wird, muss man wieder neu schauen“, sagt Merten.

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