Ausstellung

Bildende Künstlerinnen reflektieren Vierklang in Langeberg

In Ausstellung "Vierklang"stellen die Künstlerinnen Ute Rabente (von rechts), Beate Gärtner, Tanja Bremer und Elke Boll aus. Nina Reddig sorgte bei der Vernissage am 1. September 2019 für die musikalische Begleitung.

In Ausstellung "Vierklang"stellen die Künstlerinnen Ute Rabente (von rechts), Beate Gärtner, Tanja Bremer und Elke Boll aus. Nina Reddig sorgte bei der Vernissage am 1. September 2019 für die musikalische Begleitung.

Foto: Ulrich Bangert / FUNKE Foto Services

Langenberg.  Zum fünften Langenberg-Festival stellen vier Künstlerinnen ihre Werke bei Alldie-Kunst aus. Vielfalt von Fotografien bis hin zu QR-Codes

„Alle vier Künstlerinnen haben die natürlichen Schöpfungen und Phänomene mit unterschiedlichen Techniken verarbeitet und in neue Sinnzusammenhänge gebracht.“ Ralf Leisner, ehrenamtlich für den Kunsthaus Langenberg e. V. tätig, leitete umfassend zur anschließenden Eröffnung der Ausstellung „Vierklang“ über. Zuvor hatte Nina Reddig mit dem leisen Kammermusikstück von Sarabande aus der 4. Solosonate von E. Ysaye auf die ideale Ergänzung von Musik und Künste überzeugt.

Ihr fünftes Klassik-Musikfestivals wird thematisch in der Ausstellung reflektiert. Leisner leitete von der Vielfalt der klassischen Musik auf die Vielfalt, die man nun im Alldiekunst-Haus an den Wänden zu sehen bekomme. Fast 50 Besucher und Besucherinnen konnten sich davon überzeugen.

Zahlen und Berechnungen fließen ein

Elke Boll ist Fotografin, die mit Verfremdung arbeitet“, jede der Künstlerinnen wurde vorgestellt und es wurde auf das Besondere ihrer Arbeiten hingewiesen. In Bolls Arbeiten lasse sich ihr Mathematikstudium wiederfinden, denn Zahlen und Berechnungen fließen mit ein. Durchaus dürfe man vor diesem Hintergrund bei ihren Arbeiten vorn Portraits sprechen, denn die Bilder sind Abbildungen von ihren Freunden, die nur aus Farbinformationen bestehen.

Naturphänomene dargestellt

Tanja Bremer hatte bereits vor einem Jahr ausgestellt, weshalb Ralf Leisner auf eine umfangreiche Vorstellung verzichtete: „Viele kennen sie noch vom letzten Jahr, als sie Wetterphänomene dargestellt hat, jetzt stellt sie Naturphänomene dar.“ Bremers Arbeiten gefielen Heinz Johnen, dem zweiten Vorsitzenden des Kunsthaus-Vereins: „Sehr gut gefallen mir die Naturbilder von Tanja Bremer, die durch die Farbwahl sehr aussagestarke sind.“ Vielleicht auch, weil sie von den Arbeiten der vier Künstlerinnen noch am bekanntesten schienen.

Von Sehgewohnheiten verabschieden

Als Stichwort fiel der Begriff Sehgewohnheiten, von denen man sich bei den anderen Künstlerinnen teilweise verabschieden musste. Beate Gärtner habe eine subtile Art der Informationsverarbeitung. Sie präsentiert geknüpfte und gemalte QR-Codes, die beim Scannen kurze Gedichte offenbaren: „Die Inhalte beziehen sich auf das Festival.“

Der QR-Code sei ein System, dass in Japan entwickelt wurde und so seien die Haikus, eine japanische Dichtkunst, der die Texte folgen, nur konsequent. Bei dem Gurtband „warten auf…“ war sich der ein oder Besucher nicht sicher, ob es zur Ausstellung gehörte oder eine digitale Installation des Alldiekunst-Hauses sein konnte. Für Johnen spannend: „Die QR-Codes, die ja eine Alltagsaussage sind, die aber eine spannende Darstellung offenbaren und dadurch zu Kunst werden.“

Zufällige Begegnungen

Letztlich beschäftige sich Ute Rabente noch einmal ganz anders mit ihrer Umwelt, führte Ralf Leisner aus, „nämlich mit dem, was die Natur übrig lässt, mit Fundstücken. Inhaltlich sind es die zufälligen Begegnungen, auch Unglücke.“ Zusammenfassend beschrieb Leisner die Ausstellung: „Alle vier Künstlerinnen haben die natürlichen Schöpfungen und Phänomene mit unterschiedliche Techniken verarbeitet und in neue Sinnzusammenhänge gebracht: Tanja Bremer mit dem Zweck der klassischen Malerei, Elke Boll mit der Verfremdung der digitalen Fotografie, Beate Gärtner verlinkt die digitale Welt in den poetischen Dialog mit dem Publikum und Ute Rabente bringt Fundstücke und Zufälle der Natur in einen neuen Fokus.“

Für Heinz Johnen eine gelungene Komposition: „Die Vielfalt, die die unterschiedlichen Künstlerinnen hervorbringen, in dem sie sich auf ihre Weise mit den Themen auseinander setzen, spricht mich besonders an.“ Darüber hinaus befand er: „Ich finde auch die Kooperation mit Nina Reddig gelungen.“

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