Zwischenfall

Betrunkener stört Bahnverkehr in Langenberg

Der Bahnverkehr rund um den Bahnhof Langenberg war in der Nacht von Freitag auf Samstag unterbrochen.

Der Bahnverkehr rund um den Bahnhof Langenberg war in der Nacht von Freitag auf Samstag unterbrochen.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Ein betrunkener Jugendlicher hat am Freitag für Störungen im Bahnverkehr gesorgt – er war im Bahnhof Langenberg mehrfach ins Gleis gelaufen.

Wie die Polizei erst jetzt mitteilt, hat es am Freitag Abend einen größeren Einsatz am Langenberger Bahnhof gegeben. Ein 16 Jahre alter Velberter überquerte gegen 23 Uhr mehrfach die Gleise – betrunken. Ein Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn rief die Polizei, um den Jugendlichen zu melden. Bei dessen „Ausflügen“ auf die Schienen sei es laut Polizeibericht beinahe zu einem Zusammenstoß mit einem herannahenden Zug gekommen, der nur die schnelle Reaktion eines Lokführers verhinderte. Das Verhalten des Jugendlichen führte außerdem „zu erheblichen Verzögerungen im Bahnbetrieb“, heißt es weiter in dem Bericht. Die Beamten schnappten sich den 16-Jährigen, der – bedingt durch seinen starken Alkoholkonsum – deutliche Ausfallerscheinungen zeigte. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von knapp 1,6 Promille (0,79mg/l). Die Polizei übergab den Jugendlichen im Anschluss an seine Erziehungsberechtigten.

Bahnverkehr unterbrochen

Weil während der Einsatzzeit der gesamte Bahnverkehr im Bereich des Streckennetzes um den Bahnhof Langenberg aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt werden musste, könnten dem Jugendlichen, respektive seinen Erziehungsberechtigten, seitens der Deutschen Bahn Kosten auferlegt werden. Vor diesem Hintergrund warnen Polizei und Deutsche Bahn noch einmal eindringlich vor derartigen Handlungen, die nicht nur lebensgefährlich sind, sondern auch empfindliche Geldforderungen nach sich ziehen können.

Bahn warnt vor Aufenthalt im Gleis

Dazu heißt es seitens der Deutschen Bahn: „Es ist verboten, Bahnanlagen zu betreten! Sie sind kein Platz für Abenteuer! Auch wenn Fotos im Gleis oder die Abkürzung über die Schienen noch so verlockend und berechenbar scheinen – hier droht ernste Gefahr! Züge können, anders als Straßenfahrzeuge, Hindernissen nicht ausweichen und haben einen sehr langen Bremsweg von bis zu 1000 Metern. Zudem sind sie erst spät zu hören und mit Blick auf ihre Geschwindigkeit nicht zu unterschätzen. Außerdem muss man immer damit rechnen, dass auch Züge, die nicht im Fahrplan stehen (z. B. Gütertransporte), die Strecken befahren.“

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