Jazz-Matinée

Begeisternder Abschluss der Jazz-Matinée-Reihe in Neviges

Zur letzten Jazz-Matinée dieses Sommers in der Vorburg spielte das Ulrich Rasch Quartett auf,Annika Boos sang.

Zur letzten Jazz-Matinée dieses Sommers in der Vorburg spielte das Ulrich Rasch Quartett auf,Annika Boos sang.

Foto: Alexandra Roth

Neviges.   Der Pianist Ulrich Rasch erfüllte sich einen Lieblingswunsch und trat in der Vorburg mit Sängerin auf. Die bisher stärkste Jazz-Matinée-Reihe.

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„Alles, was ich schon immer mal spielen wollte“, beschrieb Bandleader Ulrich Rasch sein musikalisches Programm zum Abschluss der Jazz-Matinée-Reihe in Neviges

Und wieder wehte ein sommerlicher Soundtrack über dem Himmel von Schloss Hardenberg. Soul-Ikone Stevie Wonders wunderschön dahin fließende Nummer „Overjoy“ gehörte ebenso zur Auswahl wie die klare Pop-Stimme der im Opernfach ausgebildeten und sonst mit Schubert-Liedern konzertierenden und ehemals am Wuppertaler Opernhaus engagierten Sopranistin Annika Boos.

Musiker entstammen allesamt der Wuppertaler Szene

Der Wuppertaler Pianist Ulrich Rasch erfüllte sich mit einer bunten Setlist im Gepäck im Innenhof der Vorburg einen persönlichen Wunsch. Sonst rein instrumental unterwegs im Trio mit Schlagzeuger Peter Funda und Bassist Henrik Gosmann, der vom variablen Alex Morsey vertreten wurde, präsentierte Rasch seine Palette an Lieblingssongs von Al Jarreau bis Amy Winehouse, von der vielseitigen Annika Boos unterstützt und bereichert durch den Folkwang-Absolventen Philipp Humburg an der Gitarre. Sowohl die Instrumentalisten als auch die Sängerin entstammen der Wuppertaler Szene und sind sowohl in eigenen als auch anderen Projekten immer wieder auf den Bühnen zu hören.

Groovige Nummern und genüssliche Soli

Als einer der hauptamtlichen Organisatoren der regelmäßigen Jazzsessions des Vereins „openSky e.V.“ mit versierten Musikern unterschiedlicher Couleur in regem Kontakt, konnte Rasch seine Komplizen für dieses Projekt wohl leicht rekrutieren.

Zwischen soft groovenden Joe Sample-Nummern und Duffys „Warwick Avenue“ spielte die Band die weit gefächerte Jukebox mit genüsslichen Soli des Bassisten bei relaxten Balladen oder akzentuiert-gedämpften Rhythmuspatterns der Gitarre zu George Dukes Latin-Funk „Brazilian Affairs“.

Die Musiker bewiesen in diesem vielversprechenden Projekt ihre stilistische Bandbreite. Bassist Morsey slappte am E-Bass genauso gekonnt wie er den Bogen über die Saiten des Kontrabass strich, dazu dezent und punktgenau die Töne des Gitarristen Humburg. Raschs verspielte Läufe auf dem E-Piano und seine verschmitzt-freudigen Zwischenmoderationen verrieten seine große Freude über das gelungene Zustandekommen dieses Herzensprojektes.

Allerbestes Openair-Erlebnis

Seine Zugaben-Version von Gershwins „Summertime“ heizte am Schluss als rockiges Soulfunk-Statement den wieder prall gefüllten Vorburg-Platz passend zu den leicht gesunkenen Temperaturen wieder ordentlich auf. Die stärkste Jazz-Matinée-Reihe bisher wurde von den Künstlern und vom Publikum gleichermaßen hoch geschätzt, als Würdigung des Jazz als Kunstform mit seiner breiten Vielfalt zum Einen und als offener und hürdenfreier Treffpunkt für die Generationen aus allen Stadtteilen Velberts bei freiem Eintritt. Dazu hat sich Petrus noch als bekennender Jazzfan gezeigt und allen Beteiligten allerbeste Openair-Erlebnisse beschert.

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