Awo

Awo-Angebot „Essen auf Rädern“ bietet reiche Auswahl

Awo-Mitarbeiterin Ute Schäfer-Mitze (l.) und Ilona Wallberg hoffen, dass die Nachfrage in Neviges bald steigt.

Awo-Mitarbeiterin Ute Schäfer-Mitze (l.) und Ilona Wallberg hoffen, dass die Nachfrage in Neviges bald steigt.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Neviges.  Hausmannskost, vegetarisch, glutenfrei: Bei „Essen auf Rädern“ bietet die Awo eine riesige Auswahl. Doch „Essen auf Rädern“ ist ein Sorgenkind.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Als Ilona Wallberg, die zweite Vorsitzende des Awo-Ortsvereins Velbert, nach einer OP den Fuß nicht belasten durfte, war Holland in Not. Die ansonsten so aktive 58-Jährige konnte nicht selbst kochen, von Einkaufen ganz zu schweigen. „Da hab ich erstmal gesehen, wie toll unser Essen auf Rädern ist. Wirklich richtig lecker.“ Das scheint sich in Neviges und auch in Langenberg noch nicht herumgesprochen zu haben. „Essen auf Rädern ist hier unser Sorgenkind“, sagt Ilona Wallberg seufzend. „Hier haben wir nur noch drei Fahrten in der Woche.“ Damit der Service auch in diesen Stadtteilen weiter bestehen könne, müsse die Nachfrage dringend steigen.

Service auch für Koch-Muffel

„Essen auf Rädern“ ist für alle ein prima Service, die nicht gern kochen oder eben im Moment nicht kochen können. Gedacht nicht nur, aber natürlich auch für Senioren. Und man muss auch kein Awo-Mitglied sein, um bestellen zu können. Dass ausgerechnet, verglichen mit Velbert-Mitte, in Neviges die Nachfrage gering ist, verwundert.

Keine vertragliche Verpflichtung

Denn gerade hier leben ja viele ältere Menschen, die vielleicht den größten Vorteil gar nicht kennen: „Das ist unsere Flexibilität. Man muss sich nicht anmelden, sich nicht verpflichten, es gibt auch keine Mindestlaufzeit.“ Einfach zwei bis drei Tage vorher anrufen und bestellen. Oder, wer daheim einen PC hat, gern auch online.

Speiseplan im Netz und per Flyer

Wer keinen Computer hat, der bekommt vom Fahrer einen Flyer mit dem aktuellen Speiseplan ausgehändigt. Knapp sechs Euro kostet ein komplettes Menü, das ein Caterer aus Krefeld zubereitet und nicht etwa heiß, sondern auf drei Grad herunter gekühlt liefert. „Das hat den großen Vorteil, dass das Gemüse nicht matschig ist. Die Vitamine und Nährstoffe bleiben viel besser erhalten. Und es schmeckt wirklich prima “, sagt Ilona Wallberg, die schnell ihre Lieblingsgerichte gefunden hatte.

Glutenfrei oder Hausmannskost

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Deftige Hausmannskost, Eintöpfe, rein vegetarische Menüs, glutenfrei, nach Bedarf auch cholesterinarm. Es gibt spezielle Angebote wie „Fit im Alter“ oder auch pürierte Kost, wenn jemand zum Beispiel gerade eine Zahn-OP hinter sich hat. Montag bis Freitag stehen täglich sechs Menüs zur Auswahl, zum Teil auch als Mini-Menüs für den kleinen Hunger. Am Wochenende und an Feiertagen gibt es drei Menüs, teilweise auch in der Mini-Variante. Ausgeliefert werden die Wochenend-Speisen immer freitags, für die Feiertage am letzten vorherigen Werktag.

Genaue Angabe von Kalorien

Für Schlankheitsbewusste sind pro 100 Gramm die Kalorien angegeben, und natürlich sind sämtliche Zusatzstoffe vermerkt. Man muss auch nicht unbedingt zuhause bleiben und auf den Fahrer warten. Nach Absprache einfach das Menü vor die Tür stellen lassen und entspannt zum Friseur oder Kaffeeklatsch gehen. Ilona Wallberg, studierte Übersetzerin, die den zweiten Vorsitz bei der Awo als drittes Ehrenamt führt: „Das Angebot ist wirklich richtig gut. Es wäre schade, wenn wir es in Neviges und Langenberg nicht weiter führen könnten.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben