Handel

Aus Black wird auch in Velbert Tedi

Die Tage von Black.de in Velbert sind gezählt. Auch hier wird bald auf Tedi umgeflaggt.

Die Tage von Black.de in Velbert sind gezählt. Auch hier wird bald auf Tedi umgeflaggt.

Foto: STEFAN AREND

Velbert-Mitte.   Blau-gelber Discounter übernimmt die Filialen. Wann die Umstellung erfolgt, steht nach Angaben des Unternehmens noch nicht genau fest

Der „erste legale Schwarzmarkt“ in Velbert wird schon bald der Vergangenheit angehören. Aus dem Discounter „Black.de“ wird bald Tedi in blau-gelb. Ebenso wie Tedi gehörte Black der Tengelmann-Gruppe. Erst im Juni 2017 hatte Black.de an der oberen Friedrichstraße Eröffnung gefeiert und die Fläche des ehemaligen Centershops wieder mit Leben gefüllt. Besonders auffällig ist das Interieur des Billig-Marktes, alles war in Schwarz gehalten. Hier gibt es alles von Deko, über Autozubehör, bis zu Drogerie- und Bastelartikel und vieles mehr.

Expansionsoffensive

Doch die rund 50 Black-Märkte in ganz Deutschland, darunter auch der in Velbert, werden nun umgeflaggt. „Im vergangenen Jahr haben wir eine große Expansionsoffensive gestartet. Die Filialanzahl soll langfristig von aktuell 1700 auf 5000 erhöht werden“, erklärte dazu die Tedi-Pressestelle auf WAZ-Anfrage. Im Zuge dessen sei im November das Handelskonzept „Black“ übernommen worden.

Prozess kann sich über Monate hinziehen

Wie die Pressestelle weiter mitteilte, soll die Umstellung auf Tedi-Märkte nacheinander erfolgen. Dieser Prozess könne sich über Monate hinziehen. Wann das in Velbert geschehe, stehe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Damit hätte die Schlossstadt dann künftig zwei Filialen des gelb-blauen Discounters, einen in der oberen und einen an der unteren Friedrichstraße.

In einigen Filialen hat der Um

In einigen Filialen in Dortmund hat der Umbau bereits begonnen, wie das Internetportal „Der Westen“ berichtet. Danach will sich Tedi neu aufstellen. Künftig solle es keine zwei Marken mehr geben. Das Black-Konzept sei aber von den Kunden sehr gut angenommen worden, betont dort eine Sprecherin von Tedi. Nach Medienberichten sollen nun beide Konzepte vereint werden und auch die Mitarbeiter sollten übernommen werden. Nach Angaben von Branchenexperten war Black als Konkurrenzunternehmen zum niederländischen Discounter „Action“ gedacht gewesen, der unter anderem auch in Heiligenhaus eine Filiale hat.

Handelsexperte zweifelt

Dass das Konzept aufgegangen ist, bezweifelt Handelsexperte Jörg Lehnerdt gegenüber den Ruhrnachrichten: „Da ist offensichtlich etwas nicht ganz rund gelaufen. Man kündigt nicht 1000 Filialen an, um das Konzept dann nach kurzer Zeit wieder einzustellen“.

Tedi hat sich zudem eine weitere Billig-Kette einverleibt. Das Unternehmen kaufte kurz vor Weihnachten die 63 deutschen Filialen von Xenos, die zuvor dem niederländischen Handelsunternehmen Blokker gehörten. Xenos hat Filialen in Wuppertal und Hattingen.

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