Müll

Anlieger möchte einen städtischen Papierkorb vor seinem Haus

Hier hätte Herbert Eilert gerne an der Nedderstraße einen Abfalleimer, damit die Menschen ihren Unrat nicht auf sein Grundstück werfen.

Hier hätte Herbert Eilert gerne an der Nedderstraße einen Abfalleimer, damit die Menschen ihren Unrat nicht auf sein Grundstück werfen.

Velbert-Mitte.   Herbert Eilert ärgert sich darüber, dass Menschen vor seiner Haustür etwa Parkscheine wegwerfen. Er fordert nun dort einen Abfallbehälter.

Alles im Eimer: Das hätte Herbert Eilert gerne vor seiner Haustür an der Nedderstraße. Und zwar alles in einem Mülleimer. Denn: „Hier schmeißen die Leute einfach ihren Parkschein oder ihre Trinkbecher auf die Straße“, ärgert sich der Anwohner über den Dreck. Er möchte nun, dass die Stadt einen Abfallkorb vor sein Grundstück stellt. Tatsächlich können Bürger ein solches Ansinnen bei den Technischen Betrieben Velbert (TBV) vortragen, die das Ganze dann prüfen.

Insgesamt stehen rund 800 öffentliche Müllkörbe in Velbert

Insgesamt stehen laut TBV rund 800 öffentliche Müllkörbe im gesamten Stadtgebiet. Einer befindet sich auch in der Nähe von Herbert Eilerts Haus an einem Laternenpfahl an einer Apotheke. Doch das genügt dem 81-Jährigen nicht: „Ich habe noch niemanden gesehen, der die paar Schritte geht und eben den alten Parkschein dort hineinwirft“, sagt er. Vielmehr werde der Unrat oft auf den Bürgersteig oder über seinen Zaun geworfen – er müsse dann das Grundstück reinigen.

Service-Center der TBV prüft Anfragen

In solchen Fällen können Bürger das Service-Center der TBV unter 02051/26 26 26 anrufen, wie TBV-Sachgebietsleiter Bernhard Wieneck erläutert: „Unsere Mitarbeiter überprüfen dann die Notwendigkeit. Wenn wir einen Nutzen sehen, stellen wir auch einen Mülleimer auf“. Bereits mit einem solchen Abfallgefäß ausgestattet seien Bus-Haltestellen und „stark frequentierte öffentliche Bereiche“ in der Stadt wie die Fußgängerzone oder auch manche Plätze im Park.

Wo Mülleimer sonst hinkämen, ergebe sich oft aus einem Dialog. Wieneck: „Eine Änderung der Aufstellung oder eine Verdichtung von Mülleimern erfolgt auch nach Anregungen aus der Politik oder von Bürgern“, Die Behälter könnten auch wieder abgebaut werden, wenn sie nicht stark benutzt würden. Geleert werden die Mülleimer, je nach Standort, zwischen täglich und einmal die Woche.

Im Wald werden keine Abfalleimer aufgestellt

Keinen Platz hätten die Abfallgefäße dagegen am Panoramaradweg oder im Wald: „Wir glauben, dass Menschen dort alles wieder mitnehmen, was sie mitgebracht haben. Und besonders im Wald würden Mülleimer auch Tiere anziehen.“ Stattdessen setzten die TBV auf große Reinigungsaktionen zweimal im Jahr.

Damit ein Mülleimer vor seinem Haus angebracht wird, würde Herbert Eilert von der Nedderstraße diesen sogar selbst bezahlen – die Materialkosten liegen nach TBV-Angaben bei rund 100 Euro. Doch Bernhard Wieneck zeigt sich bei diesem Vorschlag eher verhalten: „Das Problem sind die Folgekosten wie die regelmäßige Leerung“, so der Sachgebietsleiter. Stattdessen solle sich der Anwohner zur Prüfung seines Wunsches nach einem Mülleimer an die Technischen Betrieben wenden – was Herbert Eilert nun auch machen möchte.

>>UNTERHALT KOSTET STADT 280 000 EURO

Der Unterhalt der rund 800 Mülleimer in Velbert kostet die Stadt nach Angaben der Technischen Betriebe (TBV) rund 280 000 Euro jährlich.


Insgesamt seien 18 Mitarbeiter für die Reinigung der Straßen zuständig – wozu unter anderem auch die Leerung der Abfalleimer gehört, so TBV-Sachgebietsleiter Bernhard Wieneck. Insgesamt sei die Stadt gut mit Müllbehältern ausgestattet.

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