Stadtentwicklung

Alte Brücke im Kreiersiepen muss abgerissen werden

Soll abgerissen und neu gebaut werden: Die Brücke über den Hardenberger Bach im Kreiersiepen.

Soll abgerissen und neu gebaut werden: Die Brücke über den Hardenberger Bach im Kreiersiepen.

Foto: Uwe Möller

Langenberg.   Im Zuge der Pflasterarbeiten sollte im Kreiersiepen auch die Brücke über den Hardenberger Bach saniert werden. Die aber ist maroder als gedacht.

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Unter Tagesordnungspunkt 13 „Berichtswesen“ waren die Mitglieder des Langenberger Berzirksausschusses jüngst eher beiläufig über diese Maßnahme informiert worden: über „die altstadtgerechte Gestaltung der Straße Kreiersiepen von der Einmündung Kamperstraße bis zur Mühlenstraße“. Hinter dem Vermerk „Baubeginn 2017“ hatte die Verwaltung in ihrer Vorlage noch angemerkt: „Planung läuft – hier insbesondere die Brückensanierung“. Die allerdings gestaltet sich nicht nur erheblich aufwändiger, als bisher angenommen. Die Brücke ist gar nicht mehr zu sanieren, sondern soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden – das erfuhr die WAZ, als sie jetzt bei der Stadt nachhörte.

Sorge: Alte Brücke könnte bei Sanierungsarbeiten einstürzen

Ob man nicht die unansehnliche und an vielen Stellen geflickte Asphaltdecke des Kreiersiepen durch eine Pflasterung „altstadtgerecht“ machen könnte: Schon vor über drei Jahren war dieser Wunsch von BZA-Politikern an die Stadt herangetragen worden. Schließlich liege der Kreiersiepen doch mitten im denkmalgeschützten Altstadtbereich. Man werde das in Angriff nehmen, hatte die Stadt gleich versprochen.

Doch als man nun daran ging, der Idee wirklich Taten folgen zu lassen, erwies sich die Angelegenheit als gar nicht so einfach zu machen. Neuralgischer Punkt der Gestaltungsarbeiten: die Brücke über den Hardenberger Bach. „Eigentlich war geplant, die Brücke zu ertüchtigen“, berichtet Swetlana Iltner vom TVB-Geschäftsbereich Verkehr, Entwässerung und Abfall. Dann habe sich jedoch herausgestellt, dass dies offenbar gar nicht mehr möglich sei.

„Ursprünglich war geplant, die untere Betonschale der Brücke auszuwechseln und das Geländer zu erneuern“, berichtet die TBV-Mitarbeiterin. Inzwischen sei man von diesen Überlegungen aber wieder abgerückt. „Wir haben erhebliche Bedenken wegen des Zustandes des alten Mauerwerks unter der Betonschale“, erklärt Swetlana Iltner. Vermutlich sei das gar nicht mehr tragfähig. Was fatale Folgen haben könnte: „Es ist nicht auszuschließen, dass die Brücke einstürzen könnte, wenn wir diese Betonverschalung abnehmen“, befürchtet die Expertin.

Arbeiten sollen Anwohner möglichst wenig beeinträchtigen

Inzwischen habe man also ein neues Ingenieurbüro beauftragt, einen Brückenneubau zu planen. Auch das ist nicht völlig unkompliziert: Schließlich befindet sich die Brücke im denkmalgeschützten Altstadtbereich, für den eine „Erhaltungssatzung“ gilt.

Und noch etwas ist den Planern wichtig: Sowohl der Brückenneubau als auch die anschließende Pflasterung des Kreiersiepens sollen möglichst schnell und ohne zu große Beeinträchtigungen für die Anwohner über die Bühne gehen – so die TBV..

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