Messerangriff

Alkoholisierter Mann bedroht Busfahrer mit einem Messer

Kurz bevor der Bus den ZOB erreichte – hier ein anderer Wagen der Linie –, zog der Angreifer das Messer und bedrohte Fahrer und Fahrgäste.

Foto: Uwe Möller

Kurz bevor der Bus den ZOB erreichte – hier ein anderer Wagen der Linie –, zog der Angreifer das Messer und bedrohte Fahrer und Fahrgäste.

Velbert-Mitte.   Ein Velberter hat einem Busfahrer und den Fahrgästen gedroht: „Ich stech’ dich ab“. Der Fahrer konnte dem Angreifer das Messer abnehmen.

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Schrecksekunde für einen Busfahrer und seine Fahrgäste am frühen Dienstagabend: Laut Polizei hat ein Mann den Fahrer der Linie OV 6 mit einem Messer bedroht.

Der Bus fuhr zur Tatzeit auf der Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Endstation ZOB. In Höhe der Einmündung Mettmanner Straße soll der Angreifer von hinten an den 55-jährigen Busfahrer herangetreten sein. Er hielt ein Messer in der Hand und drohte: „Ich stech’ dich ab“. Laut einer Polizeisprecherin befanden sich etwa 15 bis 20 weitere Menschen in dem Bus. Auch diese soll der Mann bedroht haben. „Fahrgäste wurden aber nicht verletzt“, bestätigt die Sprecherin.

Busfahrer verletzte sich an der Hand

Der Busfahrer machte sofort eine Vollbremsung und versuchte dem Mann das Messer – ein Klappmesser mit einer 19 Zenitmeter langen Klinge – abzunehmen. Es kam zu einem Gerangel, wobei der Busfahrer leichte Schnittverletzungen an der Hand erlitt. Es gelang ihm aber, das Messer an sich zu nehmen. Seine Verletzungen wurden schnell von den alarmierten Sanitätern behandelt. Fahrgäste hatten die Polizei gerufen.

Bei dem Angreifer handelt es sich um einen 61-jährigen Velberter. Er konnte noch im Bus festgenommen werden. Der Mann stand unter erheblichen Alkoholeinfluss. Der Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,6 Promille.

Busfahrer haben regelmäßig Deeskalationstrainings

Die Nacht verbrachte der Velberter im Polizeigewahrsam, inzwischen hat er sich in psychologische Behandlung begeben. „Auf freiwilliger Basis, aber in die geschlossene Abteilung“, berichtet die Polizeisprecherin. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Wie es weitergeht, wird ein Richter entscheiden „Im Moment wird der Angriff als gefährliche Körperverletzung eingestuft“, so die Sprecherin weiter.

„Die Busfahrer erhalten regelmäßig Deeskalationstrainings“, sagte ein Sprecher der BVR Busverkehr Rheinland GmbH, bekannt als DB Rheinlandbus, die die Linie OV 6 betreibt. „Dabei lernen die Fahrer, wie sie sich bei verbalen oder körperlichen Angriffen mit Körpersprache und Worten verhalten sollten.“ Da die Rheinlandbusse vor allem in ländlichen Regionen und nicht nachts unterwegs seien, sei der Angriff in Velbert „glücklicherweise ein Einzelfall“.

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