Spendenaktion

Aktion Velbert zeigt Herz ist für Stadtwerke ein Erfolg

Der Posaunenchor des CVJM Tönisheide – hier beim Ökumenischen Pfarrfest 2016 – kann sich jetzt ein Bass-Euphonium anschaffen.

Der Posaunenchor des CVJM Tönisheide – hier beim Ökumenischen Pfarrfest 2016 – kann sich jetzt ein Bass-Euphonium anschaffen.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Velbert-Mitte.  Mit der Aktion „Velbert zeigt Herz“ unterstützen die Stadtwerke Vereine und Einrichtungen. Bis zu 500 Euro sind drin – unter einer Bedingung.

Andrea und Klaus Schmitz sind glücklich, Monja Zimmermann und Tanja Gaupp auch. Volker Zimmermann sowieso. Sie alle stehen stellvertretend für Vereine und Einrichtungen aus Velbert, die von einer Spendenaktion der Stadtwerke bereits profitier haben.

Jedes Herz ist 50 Cent wert

„Velbert zeigt Herz“ heißt die Initiative, mit der die Bewerber bis zu 500 Euro für ein Projekt bekommen können. Das Besondere: Die Entscheidung, welche Projekte der Versorger fördert, liegt bei den Bürgern Velberts. Die können Herzchen verteilen, jedes Herz ist 50 Cent wert.

Seit mehr als 200 Tagen läuft die Aktion nun, „und wir haben beim Start absolut nicht mit so einem Run gerechnet“, gibt Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Freitag zu. Seit Beginn sind bereits 18 Projekte abgeschlossen worden, weitere 13 werben noch um die Gunst der Velberter. Bislang hat das Versorgungsunternehmen fast 11.000 Euro ausgeschüttet.

Drei Projekte bekommen einen Scheck

Ihren Scheck haben nun stellvertretend drei Bewerber erhalten: Andrea und Klaus Schmitz waren als Vertreter der Bürgerstiftung Velbert gekommen. Sie wollen mit dem Geld eine Bücherkiste im E-Center an der Sontumer Straße einrichten. „Dort können die Leute dann Bücher tauschen oder mitnehmen, ähnlich wie bei den Telefonzellen am Nevigeser Busbahnhof.“

Der Betreiber des Lebensmittelmarktes und die Feuerwehr müssten sich lediglich noch über den Standort einig werden. „Mit der Aktion wollen wir die Stiftung auch bekannter machen“, erläutert Klaus Schmitz.

Lehrer-Tablets für jede Grundschul-Klasse

Etwas ganz anderes haben Monja Zimmermann und Tanja Gaupp vor. Die beiden vertreten den Förderverein der Langenberger Max-und-Moritz-Grundschule. „Die Infrastruktur für die Digitalisierung der Schule fehlt zwar noch“, sagt Monja Zimmermann – und meint damit fehlendes WLAN und fehlende Glasfaseranbindung.

„Aber wir wollen die Schule dennoch nach vorne bringen.“ Deswegen schafft der Förderverein nun dank der Spende Tablets an, die mit Lern-Apps versehen den Lehrern zur Verfügung stehen – „damit die Kinder die Geräte nicht nur zu Hause für lustige Youtube-Videos nutzen“, sagt Zimmermann lachend.

Posaunenchor bekommt ein neues Instrument

Dritter im Bunde ist Volker Zimmermann. Er ist für den Posaunenchor des CVJM Tönisheide gekommen. „Wir haben Nachwuchssorgen“, erläutert der Wuppertaler. „Wir bekommen keinen Nachwuchs und ehemalige Jungbläser ziehen weg, um zu studieren oder eine Ausbildung zu machen.“ Allerdings: Ein neuer Musiker wolle das Ensemble ergänzen, er soll im Bereich der Tieftöner spielen.

„Und dafür brauchen wir ein so genanntes kompensierendes Instrument“, erläutert Volker Zimmermann, „ein Bass-Euphonium“. Allerdings kostet das gute Stück um die 3000 Euro, „die Spende bringt uns also ein ganzes Stück weiter.“

Stadtwerke denken übe Verlängerung nach

Stefan Freitag und Vertriebsleiter Bert Gruber überreichten die Schecks gerne, zeigten die Projekte doch „die vielen Facetten des Engagements in Velbert.“ Genauso sei die Resonanz hervorragend, sagt Gruber: „Wir haben bislang nur positive Rückmeldungen bekommen.“

Die Aktion „Velbert zeigt Herz“ ist zunächst auf ein Jahr begrenzt, „wir können uns aber gut vorstellen, die Aktion zu verlängern“, sagt Stefan Freitag.

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