KulturRockt

„KulturRockt“: Musik und Literatur auf Topniveau

Pianist Alexander Krichel (links) und Trompeter Matthias Höfs nahmen ihre Zuhörer im Pferdestall mit auf eine Zeitreise durch die Musikgeschichte.

Pianist Alexander Krichel (links) und Trompeter Matthias Höfs nahmen ihre Zuhörer im Pferdestall mit auf eine Zeitreise durch die Musikgeschichte.

Foto: Frank Albrecht / WP

Dörnholthausen.  Lesung, Preisverleihung und Klassiknacht waren weitere Höhepunkte des siebten Festivals im Pferdestall „KulturRockt“, das Sonntag zu Ende ging.

Mehr als 200 Zuhörer hatten ihren Platz im Pferdestall gefunden, um einer Grand-Dame des Schauspiels auf Bühne und im TV zu lauschen. Beim Festival „KulturRockt“ war am Freitag Iris Berben zu Gast, die mit einer Lesung eine eher unbekannte ihrer vielfältigen Seiten zeigte. Zuvor fand in etwas kleinerem Kreis die Vergabe des „Kultur-Rockt-Preises“ statt, der in diesem Jahr an die Leipziger Künstlerin Silke Berg verliehen wurde.

Am Samstag gab es die lange Nacht der Klassik, bei der Starpianist Alexander Krichel und Trompetenlegende Matthias Höfs spielten. Als Hausherr konnte Matthias Berghoff zur Preisverleihung eine Reihe von Persönlichkeiten am Haus Berghoff begrüßen. Insgesamt elf Personen aus Gesellschaft und Kunstszene hatten sich für die aktuelle Preisträgerin Silke Berg entschieden, die den Kultur-Preis aus der Hand von Iris Berben erhielt.

Grußwort von Klaus Kaiser

In einem Grußwort zur Preisübergabe wies Staatssekretär Klaus Kaiser darauf hin, dass Spitzenkultur nicht nur in Metropolen, sondern auch stark im ländlichen Raum vertreten sei. Gerade die Kulturentwicklung auf dem Land zeichne sich durch starkes ehrenamtliches Engagement aus. Das Land NRW setze hier seinen Förderschwerpunkt und wolle der Kultur in NRW bis 2022 weitere Gelder zugeben.

Dr. Tanja Pirsig-Marshall vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe beschrieb den Anspruch des Verbandes in Sachen Kultur: „Kultur für Westfalen funktioniert vor allem über ein Kulturnetzwerk“. Gerade die Unterstützung der regionalen Kultur helfe, das kulturelle Erbe zu bewahren. Sei 15 Jahren würden so vom LWLL rund 25 Millionen Euro in die Kultur in der Region gesteckt.

Den Preisen für die bildende Kunst komme darunter eine besondere Bedeutung zu. Sie ermöglichten den Künstlern einen kreativen Rückzug und steigerten die internationale Wahrnehmung. Im Gespräch mit Preisträgerin Silke Berg stellte die Vorsitzende des Kunstvereins Sundern, Anne Knapstein, im Anschluss die Ausstellung vor. Sie wertete für die Künstlerin den verliehenen Kultur-Rockt-Preis als einen guten Einstieg in weitere Auszeichnungen. Ihr Talent, Menschen zu begeistern, setzte Schauspielerin Iris Berben bei der anschließenden Lesung ein. Aus dem Buch „Speeches of Note: Reden, die die Welt veränderten“, herausgegeben von Shaun Uscher, trug Berben vor. Zum Inhalt der Reden, zum Beispiel von Susan Sonntag, die einst vor Hochschulabsolventen zu mehr Individualität im Leben aufrief“, oder vom Bruder des Malers Keath Hearing, der über sein Verhältnis zum Bruder sprach, gesellte sich die individuelle Art des Vortragens: Mit passender Betonung von Passagen und eigenen Kommentar zum Vorgetragenen unterhielt sie vortrefflich.

Lange Klassiknacht

Ohne jeden Zweifel gelang das auch den Protagonisten der langen Klassiknacht, zu der am Samstag Matthias Berghoff mehr als 200 Gäste im Pferdestall begrüßte. Er sei stolz darauf, mit Pianist Alexander Krichel und Startrompeter Matthias Höfs zwei Top-Interpreten gewonnen zu haben. Vor Gästen und Förderern von KulturRockt, u.a. Landrat Dr. Karl Schneider, zeigte sich Höfs über das „schmeichelhaft lückenlose Erscheinen“ der Gäste erfreut. Höfs und Krichel luden ihre Zuhörer zu einer vortrefflich gespielten musikalischen Zeitreise ein, die über Werke des Barock, der Klassik und Romantik bis in die Moderne führte.

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