Sundern

„Bürger für Sundern“ fordern Bürgermeister zum Rücktritt auf

Der Franz Josef Tigges-Platz aus der Luft.

Der Franz Josef Tigges-Platz aus der Luft.

Foto: Hans Blossey

Sundern.  Vor dem Hintergrund des politischen Streits um die Gestaltung des Tigges-Platzes in Sundern fährt die dreiköpfige Fraktion schwere Geschütze auf.

Die dreiköpfige Ratsfraktion „Bürger für Sundern“ hat ihr Nein zu einer Planung am Tigges-Platz, die einen Teil der Platzfläche schlucken würde, erneuert und mit einem Frontalangriff auf Bürgermeister Brodel verbunden: Er könne Bürgermeister nicht, habe in vier Jahren nichts dazu gelernt und solle zurücktreten.

Der Tigges-Platz habe in der Planung der Stadt mittlerweile eine bewegte Geschichte, heißt es in einer Erklärung des Fraktionschefs Werner Kaufmann:

„Nachdem die CDU jahrelang versuchte, einen Investor für ein größeres Einkaufszentrum zu finden, wurde nach vielen Verfahren dieses vom Rat der Stadt für beendet erklärt. Dieses sah bislang auch Bürgermeister Brodel so, denn: Der Bürgermeister hat vor seiner Wahl und auch danach immer gesagt, dass es mit ihm ein ,Klötzchen’ an dieser Stelle nicht geben wird.

Bürger für Sundern: Brodels Aussage „Schnee von gestern“

Doch nun, vier Jahre später, sei diese Aussage von Brodel Schnee von gestern.

„Genauer: Weil augenscheinlich der Investor seit 2016 in Sundern rumgeistert, stellt sich die Frage nach der Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit dieses Versprechens, dieser Aussage.“

Tigges-Platz muss Raum bieten

Die Fraktion „Bürger für Sundern“ sei die erste Fraktion gewesen, die in Ausschüssen und Rat klar Stellung gegen diese Planungen bezogen habe.

„Dazu stehen wir noch immer. Sundern braucht einen ,Tigges-Platz’, der Raum für Veranstaltungen bietet.“

Versprechungen nicht gehalten

Man könne feststellen, dass Bürgermeister Brodel sich das Motto zu eigen gemacht habe, so Werner Kaufmann, „erst alles Mögliche zu versprechen, und sobald er sein Ziel erreicht hat und gewählt ist, möchte er nichts mehr hiervon wissen.“

Er habe so seine früheren Unterstützer hinters Licht geführt.

Vorläufiger Stopp durch Ratsfraktionen

Was sich bei den Planungen am „Tigges-Platz“ abgespielt hat, habe offensichtlich System. Denn auch die Planungen und Ideen der Verwaltungsspitze seien genauso überraschend gekommen und hätten nur durch die klaren Stellungnahmen der Fraktionen – auch der „Bürger für Sundern“ - gestoppt bzw. vorläufig gestoppt werden können.

Bürger für Sundern: Die Verwaltung ist gelähmt, die Mitarbeiter unzufrieden

„Wir sind der festen Überzeugung, dass Planung und Entwicklung von Flächen, egal ob Gewerbe, Tourismus oder Handel, nur zusammen mit Verwaltung, Bürgern und Rat funktionieren kann. Alle Bedenken müssen Beachtung finden, denn die Stadt ist die Stadt der Bürger.“

Fazit der Fraktion: Die Verwaltung sei gelähmt durch einen exorbitant hohen Krankenstand, die Mitarbeiter seien unzufrieden und unmotiviert. „Das Klima im Rathaus ist schlecht, der Verwaltungschef trägt nichts dazu bei, es zu verbessern.“

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