Freibad

Zwei sportliche Großereignisse in Sprockhöveler Freibad

Conny Dauben während ihres Einsatzes bei der Stadtmeisterschaft. Am Sonntag war großer Schwimmtag auch mit Zwölf-Stunden-Schwimmen im Freibad.

Conny Dauben während ihres Einsatzes bei der Stadtmeisterschaft. Am Sonntag war großer Schwimmtag auch mit Zwölf-Stunden-Schwimmen im Freibad.

Foto: Biene Hagel

Sprockhövel.   Förderverein und Stadtsportverband veranstalteten Zwölf-Stunden-Schwimmen und Stadtmeisterschaft an einem Tag. Die Resonanz war überzeugend.

Ob im Brust-, Kraul- oder auch in Rückenlage, an diesem ersten Juli bewegten sich viele motivierte Sportler im Freischwimmerbecken des Sprockhövler Freibades an der Bleichwiese und gaben ihr Bestes. Der Förderverein vom Freibad hatte zum alljährlichen Zwölf-Stunden-Schwimmen eingeladen. Bereits zum vierten Mal in Folge findet das beliebte Großereignis statt. „Im letzten Jahren waren es knapp über 100 Teilnehmer“, äußerte sich Marcel Beckers, Vorsitzender des ehrenamtlich arbeitenden Vereins. Es sei ein Trend zu erkennen, wonach es seit 2014 immer mehr Menschen werden, die innerhalb der zwölf Stunden Bahnen ziehen wollen.

„Man muss nicht kontinuierlich durchschwimmen“, so Beckers. Man könne jederzeit innerhalb der zwölf Stunden wieder einsteigen und weitere Bahnen auf seiner Karte hinzufügen. Nur Hilfsmittel wie etwa Schwimmflügel seien verboten. Parallel zu der Aktion vom Förderverein des Freibades richtete der Stadtsportverband Sprockhövel in Kooperation mit der DLRG Haßlinghausen die offenen Schwimm-Stadtmeisterschaften 2018 im Becken des Freibades aus. Hier konnten ebenfalls alle Sprockhöveler Bürger oder Angehörige eines lokalen Vereines teilnehmen und sich miteinander messen.

Kooperation soll verbessert werden

Mit der Zusammenlegung der beiden sportlichen Ereignisse versprachen sich die Veranstalter eine Kooperation untereinander. „So kann man sich sowohl zeitlich, aber auch in Sachen Kondition miteinander messen“, erklärte Beckers. Neben dem sportlichen Ehrgeiz stand bei allen aber der Spaß im Vordergrund. „Ich bin eigentlich jeden Tag hier und schwimme hier meine Bahnen“, sagte Felicitas Blasius-Taetz. Insgesamt 1300 Meter legt die motivierte Lehrerin so jeden Abend hier von Mai bis September zurück. „Das gehört als Ausgleich einfach dazu“, meint sie. Am Zwölf-Stunden-Schwimmen nimmt sie in diesem Jahr zum ersten Mal teil. „So kann ich mit meinen Bahnen das Gesamtergebnis noch ein bisschen aufstocken. Vielleicht mache ich ja auch noch mehr“, stellte sie in Aussicht, bevor sie sich in Richtung Schwimmbecken aufmacht.

Aber nicht nur als Einzelperson, auch als Gruppe kann man sich beim Zwölf-Stunden-Schwimmen messen. Der Tauchclub DUC aus Hattingen etwa gehtmit besonders vielen Mitgliedern an den Start. Zu ihnen gehört Beate Monjé. „Wir feiern in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen und haben uns vorgenommen, zu diesem Anlass heute die fünfzig Kilometer zu knacken“, erzählt die passionierte Taucherin fröhlich. Seit etwa sechs Jahren taucht sie im Verein, nachdem sie am Great Barrier Reef in Australien einen Schnupperkurs absolviert hatte. „Ich habe zweieinhalb Kilometer geschafft, das reicht jetzt aber auch“, setzt sie fort.

Mit der Zusammenlegung der beiden Veranstaltungen verfolgen die Verantwortlichen des Stadtsportverbandes einen genauen Plan. „Wir möchten nach und nach immer mehr Vereine und Interessierte dazu gewinnen, dass wir an einem Tag eine sportartübergreifende Großveranstaltung starten“, erklärt Hans-Jürgen Piorreck, erster Vorsitzender des städtischen Sportverbandes von Sprockhövel.

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