Westernreiten

Westernreithof in Sprockhövel lädt zum Aktionstag ein

Edith Glenszczyk ist 26 Jahre alt und führt zusammen mit ihrem Vater den Reithof Quarter Island an der Silscheder Straße. Hier streicht sie mit ihrem Quarter Horse Chantal über die Wiese ihrer Ranch.

Edith Glenszczyk ist 26 Jahre alt und führt zusammen mit ihrem Vater den Reithof Quarter Island an der Silscheder Straße. Hier streicht sie mit ihrem Quarter Horse Chantal über die Wiese ihrer Ranch.

Foto: Fischer

Sprockhövel.   Auf dem Reithof Quarter Island richtet Edith Glenszczyk am 30. Juni für alle abenteuerlustigen Kinder einen kostenlosen Aktionstag aus.

Abseits des medial präsenten Dressur- und Springreitens gibt es auch das Westernreiten. Nicht zu Unrecht kann man bei den Anhängern dieser Reitdisziplin Lagerfeuerromantik, Lässigkeit, Freiheitsstreben und Gemeinschaft vermuten. „Westernreiter sind gerne in Gruppen zusammen, uns ist der Umgang miteinander wichtig“, sagt Edith Glenszczyk. Die 26-Jährige ist Westernreiterin aus Passion, mit ihrem Vater zusammen unterhält die ausgebildete Reittrainerin einen Reithof an der Silscheder Straße 89. Kinder und Erwachsene können hier Kurse buchen und das besondere Erlebnis des Westernreitens erfahren und von Grund auf lernen.

Vom Wesen der Westernreitpferde

Wer sich darauf einlässt, kommt in Berührung mit dem amerikanischen Lebensgefühl der Cowboys. Auf Quarter Island, so der Name des Reithofes auf halber Strecke nach Wetter, werden 36 Pferde gehalten, die die besonderen Anforderungen des Westernreitens erfüllen. „Diese Pferde sind im Grunde Arbeitstiere, die das harte Leben auf Rinderfarmen leben“, sagt Edith Glenszczyk. Sie müssen für ihren Job, Rinderherden den ganzen Tag zusammenzuhalten, über ein geduldiges Temperament verfügen. „Dazu müssen sie wendig sein, gelassen, mutig“, betont die Trainerin. Der Reiter lenkt die Tiere, so erfährt man, im Gegensatz zu anderen Reitdisziplinen mit den Schenkeln, die Zügel werden nur mit einer Hand gehalten – die andere braucht er fürs Lasso. „Westernreitpferde laufen weitgehend selbstständig und benötigen nicht viele Kommandos, da die Aufmerksamkeit des Cowboys der Herde gilt“, berichtet Edith Glenszczyk.

Edith Glenszczyk ist im Verband aktiv

Die Westernreiterin ist auch im Verband „Erste Westernreiter Union“ (EWU) auf Landesebene als zweite Vorsitzende der EWU Westfalen aktiv. Sie und der Vorstand drängen auf engagierte Nachwuchsarbeit, daher wird am Sonntag, 30. Juni, zum zweiten Mal nach 2017 ein Aktionstag veranstaltet. „Kids go Western“ heißt es dann, und auf Quarter Island und allen anderen Westernreithöfen im Land werden Kinder und Jugendliche eingeladen, das Abenteuer Westernreiten näher kennenzulernen. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr, endet voraussichtlich um 16 Uhr und beinhaltet ein Programm so recht nach dem Geschmack junger Menschen. „Der erste Kontakt zum Pferd wird hergestellt“, sagt die Hofchefin.

Aktionstag kostet die Teilnehmer nichts

Die Tiere werden geputzt, Ponys angemalt, die Tiere dürfen auf dem weitläufigen Hofgelände geführt werden. Auf dem Reitplatz findet ab 11 Uhr ein Ponyreiten statt. In einer Mittagspause gibt es zu essen und zu trinken, danach Vorführungen zum Westernreiten, einen Showbeschlag durch eine Schmiedin. Es schließen sich für fortgeschrittene Reiter kleine Reitstundeneinheiten an. Am Rande werden die Kinder bis 18 Jahren über das Westernreiten informiert. „Es kostet keinen Eintritt, alles ist an diesem Tag gratis und soll eben keine Frage des Geldbeutels sein“, verspricht Edith Glenszczyk.

INFO

Neun Westernreithöfe nehmen am Aktionstag teil.

Westerntraining Blue Eyes (Rheda-Wiedenbrück), Balschun Ranch (Emsdetten), Ansiba Arabians (Ostbevern-Brock), Bombeck Valley Ranch (Billerbeck), AVT Westerntraining (Hamm), Sunray Ranch (Bergkamen), Silver Lining Ranch (Werne), ND Westerntraining (Unna) und der Sprockhöveler Hof Quarter Island.

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