Jugendarbeit

Steigende Besucherzahlen in den Jugendzentren Sprockhövel

Das Jugendzentrum Haßlinghausen hat im letzten Jahr auch Malkurse angeboten.

Das Jugendzentrum Haßlinghausen hat im letzten Jahr auch Malkurse angeboten.

Foto: Jugendzentrum Haßlinghausen

Sprockhövel.   Die Einrichtungen in Niedersprockhövel und Haßlinghausen punkten besonders mit dem Ferienprogramm und den Kreativangeboten.

Die beiden Jugendzentren in Sprockhövel haben im letzten Jahr mehr Zulauf gehabt. Das teilte der Leiter Alexander Gladbach bei der Vorstellung des Jahresberichts im Jugendhilfeausschuss mit. Sowohl in der Einrichtung in Haßlinghausen wie im AS Jugendzentrum in Niedersprockhövel konnten die Besucherzahlen leicht gesteigert werden – in Niedersprockhövel von 8757 auf 8950, in Haßlinghausen von 6244 auf 6303 Kinder und Jugendliche.

Groß angelegter Musical Dance Workshop

Gladbach begrüßt diese Entwicklung sehr und sieht die Arbeit von sich und seinem sechsköpfigen Team bestätigt. „Ein Grund für den Erfolg ist der Ausbau des Ferienprogramms sowie der Kreativangebote.“ Im AS stachen eine Hörspielproduktion, eine einwöchige Kicker-WM und der groß angelegte Musical Dance Workshop heraus, bei dem über mehrere Monate zu Musik der Gruppe Abba Choreographien erarbeitet wurden, die im September aufgeführt und auf dem Weltkindertag einem großen Publikum präsentiert wurden. Regen Zulauf hat auch der im Rahmen des Ferienspaßes angebotene Abenteuerspielplatz im Sommer, ebenso das im November platzierte Projekt zur Identitätsfindung. Erzieherinnen unterstützten Kinder im Alter von sieben bis 16 Jahren beim Erstellen von Schattenbildern und Selbstdarstellungen vor der Kamera sowie bei der Gestaltung eines Buches über sich selbst. „Das deckt sich mit einem der grundsätzlichen Aufgaben der Jugendzentren: das Selbstbewusstsein und die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu stärken“, merkt Alexander Gladbach an.

Schreibwerkstatt in Haßlinghausen

In Haßlinghausen gab es unter anderem eine Schreibwerkstatt im Rahmen des Landesprojektes Kulturrucksack NRW. Unter Anleitung der Wuppertaler Kinderbuchautorin Chris Hartmann wurden die teilnehmenden Kinder an einen gelungenen Geschichtenaufbau herangeführt, so dass sie ihre Ideen in fantasievolle Geschichten verwandelt konnten.

Politik wünscht sich längere Öffnungszeiten

Recht unterschiedlich gut entwickeln sich die Kooperationen der beiden Jugendzentren mit den jeweilig ansässigen Schulen: In Niedersprockhövel waren es insgesamt 6541 Teilnehmer bei Schul-AG’s und Kooperationsveranstaltungen, in Haßlinghausen dagegen nur 979. Ein Beleg dafür, dass die Zusammenarbeit mit der Grundschule Börgersbruch und der Mathilde-Anneke-Schule in Niedersprockhövel gut funktioniert. Im Ausschuss wünschten sich einige Mitglieder, dass die Öffnungszeiten der Zentren verlängert würden. „Wir werden das prüfen, aber unser Personalschlüssel muss das auch hergeben können“, so Gladbach.

Ausbau an der Eickerstraße

Auch baulich geht es voran: Der Standort an der Eickerstraße wird um die ehemaligen Räume der Awo erweitert – ein Zugewinn von rund 100 Quadratmeter für Veranstaltungen. Geplant ist, im Juni den Erweiterungsbau zu feiern. Hier könnten auch Veranstaltungen für alle Bürger stattfinden.

Leiter Alexander Gladbach berichtet, dass zur Hochzeit der Flüchtlingszuweisung in 2015/16 vermehrt auch in die Jugendzentren Jugendliche aus diesen Familien gekommen seien.

Mit dem Flüchtlingsrückgang und der Verlagerung der Lebensschwerpunkte sinken auch diese Zahlen wieder. Besonders die Flüchtlingshilfe habe zur Integration beigetragen.

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