L 70n

Stadt Sprockhövel weist Kritik an Baumfällung zurück

In Vorbereitung für die Umgehungsstraße wurden in Niedersprockhövel an der Wuppertaler Straße zahlreiche Bäume gefällt.

In Vorbereitung für die Umgehungsstraße wurden in Niedersprockhövel an der Wuppertaler Straße zahlreiche Bäume gefällt.

Foto: Manfred Sander

Sprockhövel.   Auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern wurden 40 Bäume für den Auftakt des Straßenbauprojektes L 70n abgeholzt. Dies sorgte für Irritation.

Eine Baumfällaktion an der oberen Wuppertaler Straße vom Samstag hat bei einigen Sprockhövelern für Irritation gesorgt. Politiker der Grünen etwa hatten moniert, dass die Rodung von Bäumen an der Anschlussstelle für die künftige Umgehungsstraße L 70n weder von der Stadt noch von Straßen NRW angekündigt worden war. Beim Landesbetrieb war am Rosenmontag feiertagsbedingt niemand zu sprechen, doch bei der Stadtverwaltung stößt die Kritik der Partei auf wenig Verständnis.. „Mehrfach in öffentlichen Sitzungen von Ausschüssen haben wir darauf hingewiesen, dass die Frist bis Ende Februar genutzt wird, um Bäume für das Straßenprojekt zu fällen“, sagte der Beigeordnete Volker Hoven.

Bauarbeiten zum Bau der Umgehungsstraße

In Abstimmung mit der Stadtverwaltung wird Straßen NRW in diesem Jahr mit den Bauarbeiten zum Bau der Umgehungsstraße in Niedersprockhövel beginnen. Als erster Bauabschnitt ist die Anlegung des Kreisverkehrsplatzes an der Wuppertaler Straße vorgesehen. Aus diesem Grund wurde die Räumung des Baufeldes noch vor Beginn der Vegetationsperiode erforderlich, Rodungsarbeiten müssen wegen der Brut- und Nistzeit, also des Vogelschutzes, bis Ende Februar ausgeführt sein.

Rund 1000 Quadratmeter ist diese Fläche groß, sie befindet sich bislang im Besitz der Stadt Sprockhövel, „doch sie soll an den Projektträger Straßen NRW verkauft werden“, so Hoven. „Darauf befindet sich überwiegend Gestrüpp“, beschreibt Ulrich Höhmann, bei der Stadt auch zuständig für Straßenbau. Gefällt wurden nach seiner Auflistung am Samstag 29 Bäume mit einem Durchmesser zwischen zehn und 30 Zentimeter und elf Bäume der Stärke 30 bis 50 Zentimeter.

Straßen NRW muss aufforsten

Gesetzlich geregelt ist, dass für jeden „entnommenen“ Baum an anderer Stelle in Sprockhövel ein Ausgleich geschaffen werden muss. „Das wird Aufgabe von Straßen NRW sein, Ersatz aufzuforsten. Das ist Teil des Planfeststellungsverfahrens“, sagte Hoven.

Ende November hatte das Oberverwaltungsgericht Münster die Klagen gegen das Straßenbauprojekt endgültig abgewiesen. Die Verantwortung für den Bau der L 70n trägt der Landesbetrieb Straßen NRW, im September könnte der erste Spatenstich stattfinden, hatte ein Verantwortlicher gegenüber dieser Zeitung gesagt. Die grüne Ratsfraktion hatte daraufhin am vorvergangenen Wochenende eine Informationsveranstaltung vor Ort angeboten, die von mehr als 120 Interessierten angenommen worden war.

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