Stöber-Tag

Sprockhöveler Schüler auf Stippvisite in der Arztpraxis

Am Stöber-Tag waren Kinder der 4b der Schule Börgersbruch zu Besuch bei Kieferorthopädin Dr. Sonnenschein-Bleichroth. Das Foto zeigt (v.l. hintere Reihe) Bianca Klehr, Kadriye Aksoy, Nadine Amaral, Ilka Krause. Vordere Reihe v.l.: Lilly, Leonie, Noah, Iram, Moritz, Julian.

Foto: Manfred Sander

Am Stöber-Tag waren Kinder der 4b der Schule Börgersbruch zu Besuch bei Kieferorthopädin Dr. Sonnenschein-Bleichroth. Das Foto zeigt (v.l. hintere Reihe) Bianca Klehr, Kadriye Aksoy, Nadine Amaral, Ilka Krause. Vordere Reihe v.l.: Lilly, Leonie, Noah, Iram, Moritz, Julian.

  Drei Kleingruppen von Grundschülern nutzten den 22. Stöber-Tag, um Einblicke in den Berufsalltag bei einem Kieferorthopäden zu gewinnen.

Kurz vor zehn kommt die Gruppe von Bianca Klehr um die Ecke in die Praxis für Kieferorthopädie von Dr. Dunja Sonnenschein-Bleichroth gebogen. Sechs gelbe Stöber-Mützen, vier Jungs und zwei Mädchen der Klasse 4 b der Grundschule Börgersbruch schicken sich an, nach einer Besichtigung bei der Firma Hauhinco nun einen Blick auf die eigene Zähne werfen zu lassen.

In der Praxis warten Ilka Krause, Nadine Amaral und Kadriye Aksoy vom Team auf die Besuchergruppe, es ist schon die zweite heute. „Sechs kann man gut hier herumführen“, sagt Ilka Krause, sind es mehr, wird es zu quirlig. Die Chefin hat heute Vormittag frei, Patienten kommen erst wieder am Nachmittag, und den kleinen Auflauf hier schafft das dreiköpfige Praxisteam auch gut allein.

Junge Besucher zeigen Disziplin

Einmal im Jahr freuen sich die Sprockhöveler Grundschulkinder auf den Stöber-Tag, der am Dienstag zum 22. Mal veranstaltet wurde. Betriebe, Firmen, Geschäfte und Einrichtungen öffnen dann bis Mittag für insgesamt 185 Kinder ihre Türen und Tore, um Einblick zu verschaffen in völlig unterschiedliche Arbeitswelten.

Im Untersuchungsraum staunen die jungen Gäste über Behandlungsstühle, die mit Schlangenhaut überzogen scheinen. „Ist ja Wahnsinn“, sagt Leonie, als sie sich auf einen legt. „Jetzt schauen wir mal, wie gut ihr euch heute Morgen die Zähne geputzt habt“, sagt Assistentin Nadine Amaral. Die kleinen Münder öffnen sich, und nun werden die Zähne mit einer Tinktur bepinselt, die im Nu die weißen Milchzähne tiefblau einfärbt. Nach dem Ausspülen bleibt Farbe dort sichtbar, wo Belag ist. Jeder kommt mal dran, im Anschluss gibt Kollegin Kadriye Aksoy Nachhilfeunterricht im Zähneputzen.

Obwohl das nun schon die zweite Stöber-Station heute ist, fällt auf, wie diszipliniert sich das Sextett in der Praxis bewegt. In den Kellerräumen, wo sich die Labors befinden, sollen im Anschluss von zwei Kindern Abdrücke ihrer Unterkiefer genommen werden, um dann Gipsmodelle zu gießen. Da vier Besucher leer ausgehen werden müssen, losen die Schüler schnell untereinander zwei Kandidaten aus – Lilly und Julian werden nun von Kadriye Aksoy behandelt. Die angerührte Paste auf dem großen Metalllöffel schmeckt gottseidank nach Vanille, als sie auf die Unterkiefer gedrückt wird, „bitte das Atmen durch die Nase nicht vergessen!“, scherzt Nadine Amaral. Ein paar Minuten später wird die Masse von den Zahnreihen gelöst, dann der hart gewordene Abdruck mit flüssigem Gips gefüllt. Wie schnell das trocknet! Die Kinder staunen aufrichtig, schon Minuten später können Lilly und Julian ihre Modellkiefer entgegen nehmen.

Die begleitende Mutter Bianca Klehr hat einen ruhigen Aufpasser-Job am Stöber-Tag. Als die Kinder abschließend mit Zahnputz-Sets versorgt sind, geht es noch rüber in die Kreativothek, noch mal bitte stöbern!

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