Regierungsbildung

SPD Sprockhövel skeptisch gegenüber Großer Koalition

Große Euphorie herrscht nicht unter Sozialdemokraten aus Sprockhövel, wenn es um eine mögliche Neuauflage der Großen Koalition kommen sollte.

Große Euphorie herrscht nicht unter Sozialdemokraten aus Sprockhövel, wenn es um eine mögliche Neuauflage der Großen Koalition kommen sollte.

Foto: ullstein bild

  Umfrage bei den Ortsvereinen: Sprockhöveler Sozialdemokraten setzen auf harte Verhandlungen, wenn es zu einer Annäherung von SPD und CDU kommen sollte.

Die Sozialdemokraten in Sprockhövel schauen überwiegend mit Skepsis nach Berlin, wo sich die Spitzen von SPD und CDU am Donnerstag mit dem Bundespräsidenten getroffen haben. „Wir sind gegen die Fortsetzung der Großen Koalition“, sagt Marion Prinz, Vorsitzende des Ortsvereins (OV) Niedersprockhövel-Stüter. Die Kosten der letzten vier Jahre Regierungsbeteiligung seien für die SPD sehr hoch gewesen – „abzulesen an dem Wahlergebnis“, so Prinz. „Läuft es jedoch auf Koalitionsgespräche hinaus, sollte die SPD ihre umworbene Position nutzen, um möglichst viel von unserem Programm durchzusetzen.“

Ähnlich sieht es auch Markus Gronemeyer, OV-Chef in Hiddinghausen. „Eine erneute Annäherung an Merkel sollte – wenn überhaupt – mit Vorsicht geschehen.“ Prinzipiell gelte: „Es gibt für uns Schlimmeres als Neuwahlen.“

Michael Bald, Vorsitzender des OV Haßlinghausen-Gennebreck, verweist auf intensive Diskussionen, die seine Genossen über das Thema geführt haben. „Wir sind nicht grundsätzlich gegen die Fortsetzung der Großen Koalition, wobei wir eine Mitgliederbefragung favorisieren. Wichtig ist doch, dass sich nach Koalitionsverhandlungen unsere Positionen wiederfinden.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik