Theater

Schnick-Schnack Sprockhövel führt Jim Knopf auf

Eine Begegnung mit dem schrillen Halbdrachen Nepomuk bringt Jim und Lukas neben einer neuen Freundschaft auch die dringend benötigten Kohlen für Lokomotive Emma.

Eine Begegnung mit dem schrillen Halbdrachen Nepomuk bringt Jim und Lukas neben einer neuen Freundschaft auch die dringend benötigten Kohlen für Lokomotive Emma.

Foto: Manfred Sander

Mit Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer feiert die Theatergruppe Schnick-Schnack am Perthes-Ring einen weiteren großen Erfolg

Ausverkauft! Und schon nach den ersten Minuten im Stück, wusste man, warum die neue Produktion „Jim Knopf“ der Theatergruppe Schnick-Schnack wieder so viele Besucher in das Gemeindehaus am Perthes-Ring gezogen hatte. Viel Witz, viel Ausdruck und eine bemerkenswerte Weise, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. „Wir kommen schon seit einigen Jahren immer wieder gerne zu den Stücken“, erzählt Martina Winkler. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Jürgen Winkler besucht sie nicht nur die Familienstücke, sondern auch die Aufführungen für Erwachsene der Theatergruppe. Besonders die Figur des Lokomotivführers Lukas, gespielt von Meikel Gerhartz, habe ihr gefallen. „Sein Ausdruck und die Art, wie er seine Figur darstellt, einfach toll!“, sagt sie begeistert in der halbstündigen Pause.

In der Geschichte muss Lokomotivführer Lukas Lummerland verlassen, da mit dem Erwachsenwerden von Jim Knopf (René Ger-hartz) eine Überbevölkerung droht. Als er sich deswegen mit seiner Lok Emma (Monika Albracht) auf den Weg macht, reist Jim Knopf einfach mit. Auf ihrer Reise landen sie im Kaiserreich Mandala, wo sie manch Seltsames erleben und die Aufgabe übernehmen, Prinzessin Lisi (Josefine Pessel) aus Kummerland, der Stadt der Drachen, zu befreien. Dabei erleben sie viele Abenteuer und begegnen einigen merkwürdigen Gestalten wie dem Halbdrachen Nepomuk (Annette Hegenberg), und machen sich gleichzeitig daran, die mysteriöse Herkunft von Jim Knopf aufzuklären. Denn wer wird schon als Baby mit einem Paket verschickt?

Für das Stück führten Philipp Sonnek und Ute Dessel Regie. „Unsere Arbeit haben wir bereits im Februar des letzten Jahres begonnen“, erklärt Philipp Sonnek. Und die Mühe der einhundert beteiligten Akteure, Techniker oder Bühnenbauer hat sich gelohnt. „Besonders aufgefallen ist mir das beeindruckende Bühnenbild“, lobt Jürgen Neumann. Er komme eigentlich jedes Jahr und sei immer wieder begeistert. „Die Darstellung vom Halbdrachen Nepomuk war auch sehr gut“, erklärt der Sprockhövler weiter.

In grüner Echsenhaut und in einem pinken Ballerinarock gekleidet, war der Halbdrache – halb Drache, halb Nilpferd – tanzend und Purzelbaumschlagend über die Bühne gefegt und sorgte auch bei den kleineren Gäste für große Begeisterung. Diese hatten im Bereich vor der Bühne eigene kleine Plätze, damit sie bei der dreistündigen Aufführung nichts von dem Treiben auf der Bühne übersehen konnten. Besonderen Applaus und Anerkennung bekam die Lok Emma bei ihrem Auftreten. Ohne Worte, nur mit platzierter Mimik und einem Pfiff in ihre Pfeife, vollbrachte es Monika Albracht immer wieder, die Zuschauer zum Lachen und Mitfühlen zu bringen.

Wer sich selbst von der Leistung des seit 2012 eingetragen Vereins um das dreiköpfige Vorstandsteam aus Daniel Wiese, Kassenwart Meikel Gerhartz und Stellvertreterin Ute Dessel überzeugen möchte, hat noch am nächsten Wochenende die Möglichkeit: Am Freitag und Samstag jeweils 17 Uhr, als auch Sonntag ab 15 Uhr im Gemeindehaus am Perthes-Ring finden zum Eintrittspreis von 7 Euro die letzten Aufführungen statt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben