SPD

Polizistin neue Vorsitzende im Sprockhöveler SPD-Ortsverein

Unterwegs für die SPD: Yasemin Torun, hier in der Diskussion mit Sprockhöveler Bürgern, bei  der Ideenbörse, die im Februar zum Thema Verlagerung des Busbahnhofes in Niedersprockhövel veranstaltet wurde.

Unterwegs für die SPD: Yasemin Torun, hier in der Diskussion mit Sprockhöveler Bürgern, bei der Ideenbörse, die im Februar zum Thema Verlagerung des Busbahnhofes in Niedersprockhövel veranstaltet wurde.

Foto: Bastian Haumann

Sprockhövel.   Die 36-jährige Yasemin Torun ist neue Vorsitzende des Ortsvereins Haßlinghausen-Hiddinghausen-Gennebreck mit 70 Mitgliedern.

Die alte Tante SPD hat in Haßlinghausen ein frisches und junges Gesicht bekommen: Yasemin Torun wurde in der vergangenen Woche für den durch Zusammenlegung entstandenen Ortverein Haßlinghausen-Hiddinghausen-Gennebreck zur Vorsitzenden gewählt (wir berichteten). Die türkischstämmige Haßlinghauserin empfindet jetzt erstmal nur Dankbarkeit. „Die Partei hat viel Vertrauen in mich gesetzt, trotzdem ich doch noch gar nicht lange dabei bin.“

Duale Ausbildung bei der Polizei

Yasemin Torun ist erst am 1. November 2016 Mitglied der SPD geworden, in der Sprockhöveler Kommunalpolitik bringt sie sich seither als sachkundige Bürgerin ein. Dass sie über die Energie verfügt, Dinge voranzubringen, dafür mag ihr Leben ein klarer Beleg sein. In Hagen vor 36 Jahren geboren, wuchs sie in Ennepetal auf, begann nach dem Abitur ein Studium der Wirtschaftswissenschaften. „Ich musste aber umdisponieren, als ich ein Kind bekam“, erzählt Yasemin Torun. Die alleinerziehende junge Mutter wählte den Polizeiberuf, absolvierte hier einen dualen Studiengang, der Polizeidienst mit Studium in Münster verband. 2012 stieg sie bei der Kripo ein, 2015 zog sie nach Haßlinghausen, wo die Kriminaloberkommissarin ein Haus gekauft hat.

Drang zum gesellschaftlichen Engagement

Yasemin Torun hat immer Vollzeit gearbeitet. „Von daher und als Mutter war ich eigentlich immer gut beschäftigt“, sagt sie. Aber im Beruf hat sie Erfahrungen gemacht, die sie zu politischem Engagement drängten. „Bei der Polizei erfährt man mehr als der Normalmensch von Missständen“, sagt sie. Was sie immer gestört hat, sei die Neigung vieler Menschen, allgemein Zustände zu beklagen, ohne etwas zu tun. „Das bringt die Gesellschaft nicht weiter. Ich möchte aufstehen, was tun“, betont Yasemin Torun.

SPD in Sprockhövel überzeugte sie

Auf der Suche nach einer politischen Partei, wo sie sich engagieren konnte, kam sie 2015 auf dem Höhepunkt der so genannten Flüchtlingskrise in Sprockhövel mit der SPD in Kontakt. „Deren Position und der Umgang mit dieser Herausforderung haben mich überzeugt, hier eine politische Heimat zu suchen.“ Im SPD-Unterbezirk übertrugen die Genossen der aufgeschlossenen Frau das Thema Mitgliederwerbung, und auch in Sprockhövel wurde die Quereinsteigerin schon bald mit einem politischen Projekt betraut: „Der Busbahnhof in Niedersprockhövel und die Einbindung der Bürgerschaft bei der Erneuerung – dafür trage ich die Verantwortung“, berichtet sie.

Junge Leute für politische Arbeit gewinnen

Mit einem ausgefeilten Programm ist Yasemin Torun in ihrer Funktion als Ortsvereinsvorsitzende nicht gestartet. „Ich werde erstmal in den Stadtteilen zuhören und schauen, was zu tun ist“, sagt sie, wobei die Themen Mittelstraße und das integrierte Handlungskonzept in Haßlinghausen und die Radwegesituation in Hiddinghausen auf jeden Fall auf der Agenda stehen, informiert sie. Und die jungen Leute: „Die müssen wir für die politische Arbeit gewinnen!“

INFO

Die SPD in Sprockhövel gliedert sich seit letzter Woche in drei Ortsvereine: Sprockhövel-Mitte, Niedersprockhövel-Stüter und Haßlinghausen-Hiddinghausen-Gennebreck (H-H-G).

Niedersprockhövel-Stüter wird von der Stadtverbandsvorsitzenden Marion Prinz geleitet, Sprockhövel-Mitte von Hans Hesse und der neue H-H-G von Yasemin Torun.

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