Jubiläum

Kirchenchor Haßlinghausen wird 95 Jahre alt

Der Evangelische Kirchenchor Haßlinghausen beim Weihnachtskonzert unter seinem Dirigenten Werner Altenhein.

Foto: Bastian Haumann

Der Evangelische Kirchenchor Haßlinghausen beim Weihnachtskonzert unter seinem Dirigenten Werner Altenhein. Foto: Bastian Haumann

  Der Evangelische Kirchenchor Haßlinghausen ist fester Bestandteil der Gemeinde. Unter Leiter Werner Altenhein werden auch größere Werke erarbeitet.

Sprockhöveler Freunde der evangelischen Kirchenmusik werden mit höchst gemischten Gefühlen in den vergangenen Jahren nach Wuppertal geschaut haben – ein beispielloser Kahlschlag durch den Kirchenkreis war dort zu erleben, ein Großteil der hauptamtlichen Stellen fiel weg.

Da stimmt jedes Jubliläum im eigenen Beritt hoffnungsvoll: In fünf Jahren etwa wird der Evangelische Kirchenchor Haßlinghausen sein 100-jähriges Bestehen feiern können. „Der Chor in seiner heutigen Zusammensetzung mit derzeit etwa 40 Mitgliedern besteht in dieser Form seit 2006“, berichtet die Vorsitzende Steffi Knothe, die selbst 2008 dazu stieß: „Ich hatte mit Begeisterung ein Konzert des Chores gehört und beschloss, da mitzumachen, sofern man mich lässt.“ Damals wechselte sein Leiter Werner Altenhein von Hattingen-Blankenstein nach Haßlinghausen. Seine Befürchtung, sein ehemaliger Blankensteiner Chor könne zerfallen, war jedoch unbegründet, zahlreiche Sänger blieben ihm treu und verstärkten fortan den Haßlinghauser Chor.

Als Altenhein anheuerte, umfasste der Chor noch rund 70 Sängerinnen und Sänger, inzwischen sind einige zum Studium oder aus Altersgründen nicht mehr dabei. Steffi Knothe gibt dabei zu bedenken, dass es jedoch auch nicht immer die große Zahl ist, die ein gutes Klangbild erzeugt.

Zusammenarbeit mit Katholiken

Im Jahr des 95. Geburtstages soll nun einiges geschehen. Immer am letzten Wochenende vor den Schulferien – am 7. und 8. Juli – wird es die traditionellen Sommerkonzerte geben, es folgen am dritten und vierten Advent die beiden Weihnachtskonzerte.

Die Mischung macht’s: Gesungen werden geistliche Lieder, klassische Literatur, aber auch moderne und weltliche Musik, aufgepeppt mit dem einen oder anderen Höhepunkt. Dabei ist der evangelische Kirchenchor eingebunden in den Dienst für die Gemeinde, gestaltet etwa das Erntedankfest, Jubelkonfirmationen und auch Totensonntag. Und auch in den Bemühungen um die Ökumene hat der Kirchenchor seinen Stellenwert: Seit vielen Jahren besteht eine Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde beim Buß- und Bettag. Und auch bei Hochzeiten, aber auch bei Beerdigungen ist der Chor ein gern gesehener Gast.

Seiner Linie, nur das aufzuführen, was auch selbst erarbeitet wurde, wird der Chor nach Auskunft seiner Vorsitzenden treu bleiben. Dafür hat Leiter Altenhein über die Jahrzehnte entsprechendes Rüstzeug entwickelt. „Es werden keine Stücke ausgewählt, die für Laien mit einer Probe pro Woche unerreichbar sind“, sagt Steffi Knothe. Aber Ausschnitte etwa aus Oratorien wie der Christus von Mendelssohn, Werke von Bach oder Buxtehude, wie sie für das kommende Sommerkonzert geplant sind, werden in Angriff genommen.

Der Chor ist fester Bestandteil der beiden Ortsteile von Sprockhövel. Immer wieder werde sie auf der Straße auf das Chor-Engagement angesprochen.

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