Straßen

Gedulderweg in Sprockhövel soll Straße werden

Kita und Anwohner kritisieren den Zustand des Gedulderwegs. Mittlerweile sind die Schlaglöcher verfüllt.

Kita und Anwohner kritisieren den Zustand des Gedulderwegs. Mittlerweile sind die Schlaglöcher verfüllt.

Foto: W. Fischer

Kita und Anwohner beschweren sich über Schlaglöcher und fehlendeBürgersteige am Gedulderweg in Sprockhövel. Mittel dafür sind bei der Stadt bereits eingeplant.

Ein Teil des Gedulderwegs, der hoch zur Musik-Kita führt, ist in schlechtem Zustand. Unzählige Schlaglöcher zwingen Autofahrer dazu, einen Slalomkurs einzuschlagen, um Reifen, Radaufhängung und Stoßdämpfer zu schonen. Das ärgert nicht nur die Anwohner, die in einer Facebook-Gruppe darüber diskutieren. Auch Eltern, die ihre Kinder fast täglich bei der Kita abliefern, sind betroffen. „Schnell fährt da jedenfalls keiner mehr her“, sagt Kita-Leiterin Sylvia vom Sondern. Doch so richtig zufrieden sei sie mit dieser Form der Verkehrsberuhigung nicht. „Es muss dringend was gemacht werden.“ Die Stadtverwaltung hat nun die entsprechenden Maßnahmen dazu angestoßen. „Am vergangenen Freitag habe ich alles mit den Mitarbeitern des Bauhofs besprochen“, erzählt Ulrich Höhmann vom Sachgebiet Tiefbau. Die Schlaglöcher werden in den kommenden Tagen ausgebessert, „um auch eine mögliche Unfallgefahr zu beseitigen.“

Bei größeren Reparaturen, die über Maßnahmen wie am Gedulderweg hinausgehen, arbeitet die Stadt mit einem Vertragspartner zusammen. Die Schäden werden zuvor durch einen Straßenbegeher festgestellt. Er trägt die Mängel in zwei Listen ein. Um eine davon kümmert sich der Bauhof, um die andere der städtische Vertragspartner.

Verfüllen von Löchern ist Kosmetik

Das Verfüllen der Schlaglöcher bleibt Kosmetik. Die Verwaltung arbeitet aber daran, den Gedulderweg erstmalig herzustellen – denn streng genommen ist der noch immer eine Baustraße. Auch wenn entsprechende Mittel bereits im Haushaltsplan eingestellt sind, steht dieses Vorhaben noch ganz am Anfang. Es wird noch seine Zeit brauchen, bis das Thema auch von der Politik in den zuständigen Ausschüssen diskutiert wird und auch die Bürger beteiligt werden.

Aber: Eine neue Straße wird auch die Anwohner etwas kosten. „Die Baumaßnahme wäre abrechnungspflichtig“, erklärt Höhmann. Dies sei im Landesgesetz festgehalten, runde 90 Prozent der Kosten würden umgelegt. Das relativiere sich jedoch, so Höhmann. „Die Stadt ist dort selbst größter Anlieger.“ Wie hoch die Kosten sein werden, lasse sich jetzt kaum abschätzen. „Das ist auch abhängig davon, was sich die Anwohner wünschen.“ Kita-Leiterin vom Sondern wünsche sich beispielsweise einen Bürgersteig, damit Eltern und Kinder sicher zur Tagesstätte kommen.

„Der ist mir sogar viel wichtiger, als eine gut ausgebaute Straße“, betont sie. Ob auch der Parkplatz gegenüber von Kita und Begegnungsstätte ausgebaut wird, kann Ulrich Höhmann nicht beantworten. Dies sei ein Grundstück der Zentralen Gebäudebewirtschaftung. Sie ist ein Tochterunternehmen der Stadt. Auch von Kanalarbeiten, von der eine Nutzerin in Facebook berichtet, wisse er nichts. „Es könnte sein, dass am Neubau die Hausanschlüsse gelegt werden“, vermute er.

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