Feuerwehr

Feuerwehr Sprockhövel zählt im Jahr 2018 mehr Einsätze

„Ihr seid die Basis, stille Helden, die sich engagieren“, lobte Kreisbrandmeister Rolf-Erich Rehm die Einsatzkräfte. Und er wünscht sich für das laufende Jahr,  dass die Arbeit der Wehr offen und transparent bleibt.

„Ihr seid die Basis, stille Helden, die sich engagieren“, lobte Kreisbrandmeister Rolf-Erich Rehm die Einsatzkräfte. Und er wünscht sich für das laufende Jahr, dass die Arbeit der Wehr offen und transparent bleibt.

Foto: Bastian Haumann

Sprockhövel.  Bei der Jahresdienstbesprechung ziehen die Freiwilligen Kräfte Bilanz. Kreisbrandmeister Rolf-Erich Rehm fordert ein Gefahrenabwehrzentrum.

Brennende Häuser, explodierende Gegenstände, rasende Einsatzkräfte und mit einem Löschschlauch Seilchen springende Feuerwehrkräfte. Diese Bilder, die so nur teilweise stimmen und mit viel Lachen kommentiert wurden, gab es in einem Begrüßungsclip zu sehen, den Sprockhövels Bürgermeister Ulli Winkelmann zur Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr mitgebracht hatte. Ansonsten ging es in den Räumlichkeiten des IG-Metall Bildungszentrums eher ernst zu.

Bürgermeister sagt „Danke“

So zogen die Verantwortlichen kritisch Bilanz zu einem bewegten Jahr 2018. Insgesamt 353 Einsätze haben die freiwilligen Kräfte hinter sich gebracht – mit 30 Ausfahrten zur Bekämpfung von Bränden und Explosionen, mit 236 technischen Hilfeleistungen für Menschen und Tiere in Notlagen, durch 64 Fehlalarmierungen sowie 23 weitere Einsätze. Das bedeutet eine deutliche Steigerung gegenüber 2017, als die Freiwillige Feuerwehr zu „nur“ 288 Einsätzen gerufen wurde. Dabei standen der Feuerwehr im Jahr 2018 insgesamt 189 Aktive (2017: 183) zur Verfügung.

In den sechs selbstständigen Einheiten waren in 2018 lediglich acht weibliche Kräfte im aktiven Dienst. Damit lag der Anteil der Feuerwehrfrauen bei vier Prozent – der Landesdurchschnitt liegt dagegen bei fünf Prozent. Erfreulich war derweil die Entwicklung bei der Jugendfeuerwehr. Die hatte Ende 2018 eine Stärke von 41 Jugendlichen, darunter drei weibliche.

Allen ehrenamtlichen Kräften habe er mit seinem Besuch „eigentlich nur Danke sagen wollen“, betont Ulli Winkelmann in seiner Begrüßungsrede. Die Bereitschaft, sich freiwillig und für das Wohl anderer einzusetzen, sei eine Aufgabe, die auch seitens der Verwaltung hohes Ansehen genieße. Neben Winkelmann waren weitere politische Vertreter sowie Repräsentanten der Kreisfeuerwehr bei der Jahresdienstbesprechung zugegen.

keine Großbrände, kein Hochwasser

Trotz der gestiegenen Zahl der Einsätze habe man 2018 „noch Glück gehabt“, sagte Kreisbrandmeister Rolf-Erich Rehm. Denn es habe keine Großbrände, Karambolagen oder etwa Hochwasser wie in Wuppertal gegeben.

Aber was nicht gewesen ist, kann schnell auch hier passieren, mahnte der Kreisbrandmeister Handlungsbedarf an. „Ein zentrales Gefahrenabwehrzentrum ist eine Aufgabe, die wir in der Zukunft angehen müssen.“ Für das laufende Jahr wünscht Rehm sich derweil, dass die Arbeit der Wehr weiterhin offen und transparent bleibe. „Ihr seid die Basis, stille Helden, die sich engagieren“, lobte er die Kräfte.

2,60 Euro pro Einwohner und Monat

Nach diesen lobenden wie mahnenden Worten folgten Beförderungen und Ernennungen, wobei sich eines zeigte: Sowohl Frauen als auch Männer engagieren sich mit großer Hingabe für die Sicherheit der Bevölkerung. Einen Dienst, der diese umgerechnet gerade einmal rund 2,60 Euro pro Einwohner und Monat kostet.

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