OGS-Betreuung

Ferienkinder in Sprockhövel bekommen ein Gefühl für Tiere

Azaram (7) und Emma (9) streicheln Kaninchen Frieda. Die mobile Tierfarm besuchte die OGS der Grundschule Haßlinghausen.

Azaram (7) und Emma (9) streicheln Kaninchen Frieda. Die mobile Tierfarm besuchte die OGS der Grundschule Haßlinghausen.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Sprockhövel.  Die OGS in Haßlinghausen betreute in den Ferien 34 Kinder. Am letzten Tag kam die Mobile Tier Farm aus Essen zu Besuch.

Das Frettchen heißt Hugo und sieht, Hand aufs Herz, ein bisschen aus wie eine in die Länge gezogene weiße Ratte. So empfinden es wohl die Kinder in der Offenen Ganztagsschule (OGS) in Haßlinghausen, als sie am Freitagmorgen Bekanntschaft machen mit „Gabis mobiler Tierfarm“; eher zögerlich kommen sie der robust vorgetragenen Einladung von Chefin Gabriele Weyerhorst nach, das possierliche Tier doch mal zu streicheln. Hugo krabbelt in Windeseile durch zusammengesteckte Plastikrohre, danach soll er von den Kindern an der Leine spazieren geführt werden. Die Tierfarm aus Essen präsentiert auch Kaninchen und die Ponys Idefix und Moppel, bei denen unbedingt auf die Stellung der Ohren geachtet werden muss – liegen sie an (Gefahr!), sollte mit Futter und ausgiebigem Kraulen am Hals gekontert werden, bis die Lauscher wieder nach vorne gerichtet sind und die nun gutmütige Stimmung der Shetlands signalisiert.

Im Normalbetrieb werden 150 Kinder betreut

Am letzten Ferientag war noch einmal schönes Programm für die 34 Kinder, die während der vergangenen drei Wochen von sieben Betreuern in den Räumen der OGS beaufsichtigt wurden. „Das sind deutlich weniger als wir im Normalbetrieb während der Schulzeit haben“, sagt die Leiterin Sonja Fisch. In den Grundschulen Haßlinghausen und Börgersbruch ist es die Awo, die den offenen Ganztag anbietet. „Wenn das Schuljahr kommende Woche wieder startet, sind es hier in Haßlinghausen 150 Kinder, die wir in sechs Gruppen betreuen“, berichtet Fisch. Und es gibt eine Warteliste, denn der Bedarf an Betreuung ist im Stadtteil deutlich größer als das Angebot. Drei Gruppen werden mittags bis 13.15 Uhr, die anderen bis 16 Uhr betreut. So werden die Anforderungen von zumeist berufstätigen Eltern erfüllt.

OGS blieb drei Wochen geschlossen

Die ersten drei Wochen der Sommerferien hatte die OGS geschlossen, danach gab es für jeden Tag ein eigenes Programm. „Wir achten auf Bewegung und kreatives Arbeiten“, sagt die Mitarbeiterin Elke Muth. Es wurde gebastelt, gemeinsam Frühstück gemacht und Ausflüge wurden organisiert. Und dann ist da der Kontakt zu der mobilen Tierfarm aus Essen. „Hier kommen die Kinder mit Tieren in Berührung, die den meisten bislang fremd waren“, sagt Sonja Fisch.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben