Wettschießen

Dorfpokalschießen der Schützen ist Herzkamps Visitenkarte

Ordentliche Treffer werden bei der Prüfung der Zielscheiben bei der Veranstaltung des Schützenvereins Herzkamp gezählt.

Ordentliche Treffer werden bei der Prüfung der Zielscheiben bei der Veranstaltung des Schützenvereins Herzkamp gezählt.

Foto: Bastian Haumann

Sprockhövel.   Nicht nur Schützen legen die Waffe an. Auch Fußballer, Nachbarn, Firmen machen beim Udo-Wittenius-Dorfpokalschießen in Sprockhövel-Herzkamp mit.

Zum 23. Udo-Wittenius-Dorfpokalschießen lud der Schützenverein Herzkamp am Wochenende in die Schützenhalle an der Elfringhauser Straße ein, um im sportlichen Wettbewerb gegeneinander anzutreten. Die Idee zu der beliebten Veranstaltung hatte der damalige zweite Vorsitzende Udo Wittenius. Als er vor einigen Jahren starb, wurde das Dorfpokalschießen ihm zum Gedenken umbenannt.

Die Mannschaften werden aus ortsansässigen Vereinen, Thekenmannschaften, Nachbarschaften oder Kollegen eines Unternehmens gebildet – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Stunden im Kreis des Schützenvereins und die damit verbundene Kameradschaft sind für sie alle ein schönes Erlebnis.

Pokalschießen des Schützenvereins

Eine Mannschaft besteht dabei aus vier bis sechs Personen. Die vier besten Schützen kommen in die Wertung. Für „geübte“ Schützen wie Gewehr-Auflage-Schützen und Pistolen-Schützen, jedoch keine aktiven Sportschützen, hat der Schützenverein zur Erhaltung der Chancengleichheit die „Offene Klasse“ eingeführt.

,,Der Wettbewerb zwischen Damen und Herren in der Offenen Klasse ist ein ganz besonderes Ereignis. Bis jetzt ist es uns leider noch nicht gelungen, die Herren zu besiegen‘‘, erklärt die Damenbeauftragte Angelina Kamp, die selbst für die Damenmannschaft schießt. Ihre Teamkollegin Claudia Löser ist zuversichtlich: ,,Heute schlagen wir die Herren. Ich habe noch nie 47 Punkte geschafft, aber beim Üben für das Dorfpokalschießen ist es mir gelungen‘‘.

20 Gruppen von Hobbyschützen machen mit

,,Dieses Mal schießen 20 Hobbygruppen um die Wette‘‘, sagt der Erste Vorsitzende Mark Koch. ,,Wir bieten das Dorfpokalschießen bewusst nicht nur für Mitglieder an und bekommen einen riesigen Zuspruch und grenzüberschreitenden Zulauf aller Altersklassen aus der ganzen Umgebung. Unsere jüngsten Teilnehmer sind fünf Jahre alt; die ältesten 80 Jahre‘‘.

Die Veranstaltung sei eine ,,Visitenkarte für Herzkamp‘‘. ,,Auch unser großes Schützenfest, das in diesem Jahr wieder am ersten Septemberwochenende auf dem Schützenplatz stattfindet, zieht seit vielen Jahren über die Stadtgrenze hinaus Besucher nach Herzkamp‘‘. Bei beiden Events ginge es allerdings nicht nur um den Sport, sondern auch um das ,,gemütliche Beisammensein‘‘: ,,Wir grillen gemeinsam bei dem ein oder anderen Bierchen und haben extra einen Fernseher für die Fußballfans aufgestellt, die den letzten Spieltag mitverfolgen möchten‘‘.

Schützenfest ist zweites Großereignis

Es sind einige Freunde des Fußballs vertreten: Der ortsansässige Verein VfL Gennebreck schickt gleich drei Mannschaften an die Schießstände. ,,Wir schießen aus allen Lagen – hier mit den Händen, auf dem Fußballplatz mit den Füßen‘‘, lacht der 59-jährige Hobbyschütze Andreas Röhr, der 2001 berufsbedingt von Berlin nach Herzkamp zog und sich nach eigenen Angaben sehr wohl fühlt.

,,Wir sind selbst keine Mitglieder im Schützenverein, würden es aber natürlich werden, wenn sie uns fragen. Der Schützenverein kümmert sich um unseren Fußballverein, wenn wir mal ein Anliegen haben. Es besteht eine super Kameradschaft. Mit dem Osterfeuer haben wir sogar eine gemeinsame Veranstaltung‘‘.

Starke Konkurrenz im Teilnehmerfeld

Die ersten Runden verlaufen für Andreas Röhr vielversprechend: ,,Ich versuche, meinen Titel vom letzten Mal zu verteidigen. Bis jetzt hatte ich in den ersten zehn Schüssen drei Mal die Zehn. Meine Kollegen sind aber eine starke Konkurrenz – nicht nur die männlichen: Auch unsere beiden Mädels Barbara und Julia haben gerade die 10,8 auf dem Luftgewehr geschafft.‘‘

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